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    <title>vegane-gesellschaft.de - Wissenschaft</title>
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    <description>Der Weg zur veganen Gesellschaft</description>
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    <pubDate>Tue, 22 Jun 2010 15:16:45 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: vegane-gesellschaft.de - Wissenschaft - Der Weg zur veganen Gesellschaft</title>
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    <title>Das natürliche Hemmnis gegen Gewalt</title>
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            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    Man kann Tierrechte und das daraus resultierende persönliche Verhalten – die vegane Lebensweise – theoretisch begründen. Die Grundlage ist, vereinfacht gesprochen, auf der einen Seite das Gleichheitsprinzip (gleiche Berücksichtigung gleicher Interessen), dessen Einschränkung auf die menschliche Spezies aufgehoben wird, da es keine signifikanten ethischen Unterschiede zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren (die ein Bewusstsein haben) und damit keine Rechtfertigung für diese Einschränkung gibt. Auf der anderen Seite ist es die Überzeugung, dass Leid vermieden werden soll, wenn es vermieden werden kann, da Leid als etwas genuin Schlechtes betrachtet wird.&lt;br /&gt;
Genau genommen ist Letzteres jedoch keine rein geistige Überzeugung, sondern ein Instinkt. Der Widerwillen, der bei der Beobachtung, wie einem anderen empfindungsfähigen Lebewesen Leid zugefügt wird, entsteht, ist die Empathie. Wie alle Instinkte, wird auch Empathie durch die Sozialisation in den gesellschaftlichen Rahmen eingepasst. Im Fall von Empathie für andere Tiere ist die gesellschaftliche Dominante der Speziesismus. Diese Einpassung bedeutet, dass gelernt wird, die instinktive Empathie bei nichtmenschlichen Tieren zu unterdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/gehirnscans.png&#039;&gt;&lt;img src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/gehirnscans.tmb.png&quot; alt=&quot; &quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Gehirnscans zeigen eine höhere Aktivität bei Veganern (Quelle: siehe Fußnote 2)&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Italienische Forscher haben nun nachgewiesen, dass bei Rassisten der Instinkt der Empathie unterdrückt wird.&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Was Sozialpsychologen bereits vermutet haben – dass Rassismus mit einem Mangel an Einfühlungsvermögen einhergeht – wurde durch die Studie neuropsychologisch belegt. Während Menschen normalerweise automatisch mitleiden, wenn sie sehen, wie einem anderen Menschen Leid zugefügt wird, unterbleibt diese Reaktion (wie durch Messung und Vergleich der Hirnaktivitäten und von Muskelreaktionen festgestellt wurde), wenn die leidende Person die &quot;falsche&quot; Hautfarbe hat. Der Forschungsleiter sagt dazu: &quot;Die automatische Muskelreaktion zeigt menschliche Anteilnahme am Leiden Fremder, zumindest solange sie nicht mit vorurteilsbehafteten Stereotypen belegt sind.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für Rassismus gilt, gilt (mutatis mutandis) auch für andere Diskriminierungs&amp;shy;formen, in diesem Fall den Speziesismus. Wenig überraschend hat so auch eine neue Studie mit neurologischen Untersuchungen bestätigt, dass die Gehirnregionen für Empathie bei Veganern beim Anblick auch von tierlichem Leiden stärker aktiviert werden als bei Omnivoren.&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; Die Schlussfolgerung ist simpel: Menschen, die nicht (mehr) mit den vorurteilhaften Stereotypen gegenüber (nichtmenschlichen) Tieren behaftet sind, zeigen ihnen gegenüber wieder eher das ursprüngliche Maß an Empathie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich deshalb, weil Kinder die Fähigkeit zu vorurteilsloser Empathie noch besitzen. Sie empfinden sie auch beim Anblick von Leid, das nichtmenschlichen Tieren zugefügt wird, weil sie das speziesistische Vorurteil, nichtmenschliche Tiere seien weniger wert als Menschen und könnten daher fraglos anders behandelt werden, noch nicht übernommen haben. Oder wie Freud es in &lt;i&gt; Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse&lt;/i&gt; formulierte:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Das Kind empfindet keinen Unterschied zwischen dem eigenen Wesen und dem des Tieres; es läßt die Tiere ohne Verwunderung im Märchen denken und sprechen; es verschiebt einen Angstaffekt, der dem menschlichen Vater gilt, auf den Hund oder auf das Pferd, ohne damit eine Herabsetzung des Vaters zu beabsichtigen. Erst wenn es erwachsen ist, wird es sich dem Tiere soweit entfremdet haben, daß es den Menschen mit dem Namen des Tieres beschimpfen kann. Seine späteren Erwerbungen vermochten es nicht, die Zeugnisse der Gleichwertigkeit zu verwischen, die in seinem Körperbau wie in seinen seelischen Anlagen gegeben sind.&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 256px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://arpix.de/img.php?f=1065.jpg&#039;&gt;&lt;img src=&quot;http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:1065.jpg&quot; alt=&quot;Todeskandidaten&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Vermittelte Aussage: Tiere gehören hinter Gitter&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Was Freud hier noch (vielleicht ganz ohne Absicht) im Aktivsatz formulierte – das Kind entfremdet sich – ist tatsächlich die Einwirkung von außen, die der Sozialisation. &lt;a href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/archives/44-Wachsende-Bedraengnis.html&#039;&gt;Massive Indoktrination&lt;/a&gt; wird nicht nur von der Tierausbeutungs&amp;shy;industrie betrieben und vom Staat durch &lt;a href=&#039;http://maqi.de/presse/milchpropaganda.html&#039;&gt;&quot;Schulmilchprogramme&quot;&lt;/a&gt; gefördert. In den Lehrplänen der Schulen sieht es entsprechend aus: Kinder lernen, dass Kühe Milch &quot;geben&quot;, und lernen nicht, was mit den Kälbern, für die diese Milch gedacht ist, geschieht. Auch die Eltern handeln oftmals nicht anders, nicht zuletzt um ihr eigenes Weltbild nicht zu stören. Die Eigeninitiative von Kindern und Jugendlichen eine vegane Lebensweise anzunehmen, wird vorzugsweise durch die &lt;a href=&#039;http://tierrechtsforen.de/13/2118&#039;&gt;Ammenmärchen drohender Mangelerscheinungen&lt;/a&gt; be- oder verhindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Alltagsebene wirkt sich die Distanz zum &quot;Produktionsprozess&quot; von Tierprodukten zuungunsten der Tierausbeutung aus. Tier&quot;farmen&quot; und Schlachthäuser liegen weit außerhalb der Städte und die Tierleichen werden bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt und sauber in Folie eingepackt. Dadurch fehlt die &quot;Sensibilisierung für das Tier als Nutzobjekt&quot; und die Verbraucher reagieren auf &quot;Tierschutz-Skandale&quot; mit kurzzeitigem Nachfragerückgang. Kurzzeitig - bis die speziesistische Normalität wieder hergestellt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das Töten der Tiere früher noch präsenter war, &quot;fehlt&quot; heute zunehmend die Abstumpfung gegenüber Gewalttaten gegen Tiere. Die rhetorische Frage &quot;Du kommst aus der Stadt oder?&quot; als Antwort auf geäußerte Kritik an Tierausbeutung, hätte in Bezug auf Rassismus vor ein paar Hundert Jahren in den USA ihre Entsprechung in der Frage &quot;Du kommst aus den Nordstaaten oder?&quot; gehabt. Die natürliche Empathie lässt sich nicht so einfach abschalten, sie muss aufwändig unterdrückt werden. Die Schlachthofsmauern können jedoch nicht mehr höher gebaut werden und so ist die zunehmende Medialisierung und dadurch schnellere und bessere Verbreitung von Informationen, der Anfang vom Ende der Tierausbeutungindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;font color=&quot;#666666&quot;&gt;&lt;u&gt;________&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1&lt;/b&gt; Alessio Avenanti et al.: Racial Bias Reduces Empathic Sensorimotor Resonance with Other-Race Pain, in: Current Biology 20 (2010), Nr. 11.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; Filippi M, Riccitelli G, Falini A, Di Salle F, Vuilleumier P, et al. (2010) The Brain Functional Networks Associated to Human and Animal Suffering Differ among Omnivores, Vegetarians and Vegans. PLoS ONE 5(5): e10847&lt;!-- http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0010847 --&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3&lt;/b&gt; Sigmund Freud: Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse, in: Gesammelte Werke, Bd. XI, 3. Aufl., Frankfurt/M. 1966, S. 7f. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 Jun 2010 19:58:27 +0200</pubDate>
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    <title>Ideologische Wissenschaft - damals und heute</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/51-Ideologische-Wissenschaft-damals-und-heute.html</link>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    &lt;blockquote&gt;Die Welt ist voller Unwissenheit. Was Veganismus anbelangt, befinden wir uns im finstersten Mittelalter, in dem die Menschen sich fürchten, vom Rand der Welt zu fallen, obwohl schon viele Jahrhunderte zuvor der Radius des Globus mit erstaunlicher Genauigkeit erfaßt wurde. Der von der Kirche geschürten Angst vor Hexerei entspricht der von der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie genährte Aberglaube an magische Stoffe in tierlichen Produkten, ohne deren Präsenz der Fluch angeblicher Mangelerscheinungen heraufbeschworen wird.&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Unwissenheit abzubauen, hat sich bisher nur die &lt;a href=&quot;http://veganekinder.de/adavegan&quot; title=&quot;ADA&quot;&gt;&lt;i&gt;American Dietetic Association&lt;/i&gt;&lt;/a&gt; (ADA) bemüht, die 2003 und 2009 durch die Auswertung einer Vielzahl an Studien die vegane Ernährung als für jedes Lebensalter geeignet bezeichnete. Der Rest der Ernährungswissenschaft fürchtet immer noch, am Rand hinabzufallen, wenn sie das Offensichtliche bestätigen müsste. Nicht selten stimmt auch die Presse in dieses Konzert ein, indem sie für den Veganismus positive Ergebnisse aus Studien &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/2/7131&quot;&gt;solange verdrehen, bis sie negativ aussehen&lt;/a&gt;. Das muss mit keiner Verfälschung einher gehen – das Positive zu marginaliseren und das Negative herauszustellen erzielt bereits den gewünschten Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/procedings-nutrition-society.jpg&quot; alt=&quot; &quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Fachzeit&amp;shy;schrift für Ernährungs&amp;shy;wissenschaft&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Das Wissen um die Kugelgestalt der Erde, das seit der Antike bekannt war, war auch im Mittelalter nicht verschwunden, sondern wurde aus machtpolitischen Gründen unterdrückt. Nicht viel anders sieht es mit dem Verhältnis von Ernährungswissenschaft und Veganismus aus, denn bereits 1967 wurde ein durchweg positiver und am Ende proveganer Artikel veröffentlicht. &quot;Ernährungszustand bei Veganern und Vegetariern&quot; von F. R. Ellis und Pamela Mumford&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt; ist eine eigene Studie und zugleich eine Auswertung bisheriger Studien. Die Fragestellung lautete hier, wieweit diese beiden Ernährungsformen&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; eine adäquate Nährstoffversorgung gewährleisten können. Die Definition von Veganer schloss übrigens auch damals, wie hier wörtlich erwähnt wird, schon die Vermeidung von tierkohleraffiniertem Zucker mit ein, genauso wie Margarine mit einem Vitaminzusatz, der unvegan ist (&quot;white sugar clarified with bone charcoal, or margarine fortified with vitamin A from animal sources&quot;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Auswertung von drei früheren Studien, die zwischen 1954 und 1967 erhoben worden waren, sowie die eigene Studie, habe erwiesen, so die Autoren, dass &quot;vegane Ernährung, die unbehandelte Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Gemüse und Früchte umfasst, keine erkennbaren Mangelerscheinungen hervorruft&quot; und lediglich Vitamin B12 supplementiert werden sollte. Es wäre erwiesen, dass &quot;die durchschnittliche Nährstoffaufnahme die empfohlenen Tagesdosen erfüllt&quot;. Bei der Nährstoffanalyse der Studien (zwischen Veganern, Vegetariern und Omnivoren) waren die Werte für Eisen und Thiamin (Vitamin B1) bei Veganern zudem höher als bei Omnivoren. Und auch wenn die Protein-Aufnahme geringer war, konsumierten Veganer &quot;einen angemessenen Anteil verwendbaren Proteins&quot;.&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt; Beim Vitamin B12 lautete das Ergebnis der eigenen Studie, dass die Veganer keinerlei Anzeichen für einen Mangel zeigten (wobei die Autoren vermuten, dass angereicherte Produkte konsumiert wurden). &lt;br /&gt;
Abschließend stellten sie fest:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Aus unserer Studie mit Veganern zeigt sich eindeutig, dass diese Ernährung einen befriedigenden Nährwert für Erwachsene garantiert, vorausgesetzt, es wird Vitamin B12 supplementiert, wenngleich es interessant wäre, eine weitere Studie mit veganen Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Miller (1963) hat nämlich gezeigt, dass es möglich ist, mit ausschließlich pflanzlichen Bestandteilen Säuglingsnahrung mit NApCal 8%&lt;sup&gt;[5]&lt;/sup&gt; herzustellen, die damit die Anforderungen [an Säuglingsnahrung] erfüllt. &lt;br /&gt;
Die Berücksichtigung dieser Ergebnisse ist für das Welternährungsproblem&lt;sup&gt;[6]&lt;/sup&gt; relevant, da weit höhere Nährstoff-Erträge pro Flächeneinheit durch Gemüsekulturen erzeugt werden als durch Tierhaltung (Tabelle 3) und die Erträge pro Arbeitsstunde folgen einem ähnlichen Schema. &lt;br /&gt;
Miller &amp;amp; Mumford (1966) fanden heraus, dass die günstigste Nahrung, um die täglichen Dosen von drei oder mehr &#039;Schlüssel&#039;-Nährstoffen (Kalorien, Protein, Kalzium, Eisen, Vitamin A und Vitamin C) bereitzustellen, Mehl, Brot, Haferflocken, Kartoffeln, Bohnen, Möhren, Kohl, Spinat und Wasserkresse sind.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das bedeutet auch, bereits vor knapp 50 Jahren wurde festgestellt, dass auch vegane &lt;a href=&quot;http://veganekinder.de/&quot;&gt;Säuglings- bzw. Kinderernährung&lt;/a&gt; höchstwahrscheinlich kein Problem darstellt. Dennoch gibt es noch im Jahr 2010 Ärzte, die von veganer Kinderernährung abraten. Das geschieht meistens durch solche Personen, &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/4/3766&quot;&gt;die nicht einmal wissen, was Veganismus überhaupt ist&lt;/a&gt; und am liebsten auch keine einzige Studie durchgeführt oder sich vorhandene angesehen haben. Das hält sie schließlich nicht davon ab, ablehnende Pauschalurteile zu fällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 180px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://veganekinder.de/album&#039;&gt;&lt;img src=&quot;http://veganekinder.de/img/veganekindergesichter150x150.jpg&quot; alt=&quot; &quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gesunde vegane Kinder – laut manchen Ernährungs&amp;shy;wissen&amp;shy;schaftlern eigentlich nicht existent.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;So wie trotz der Kenntnis der Kugelgestalt der Erde im Mittelalter die Fehlinformation der Scheibengestalt aus politischen Gründen verbreitet wurde, ist die heutige Ernährungs&amp;shy;wissenschaft nicht weniger politisch. Während sehr vielen Menschen bekannt ist, dass Veganer eine niedrige Vitamin-B12-Aufnahme haben könnten (und bei nicht wenigen Menschen ist das das einzige, was sie über Veganismus wissen), ist praktisch unbekannt, dass Veganer grundsätzlich gute Werte bei einem anderen Vitamin, der Folsäure oder Vitamin B9, haben, obwohl die Durchschnitts&amp;shy;bevölkerung viel zu wenig Folsäure aufnimmt.&lt;sup&gt;7&lt;/sup&gt; Dennoch gibt es etliche Studien zum B12-Status bei Veganern, aber kaum Studien zum B9-Status. Nicht zuletzt deshalb, da man hier gezwungen wäre, etwas Positives über Veganismus zu sagen. Ähnlich unbekannt ist die gute Eisenversorgung (wie die o.g. Studienauswertung zeigte, war das schon vor knapp 50 Jahren bekannt), dennoch wird von der schlechteren Eisenversorgung der Vegetarier unhinterfragt auf Veganer geschlossen. &lt;br /&gt;
Diese gezielte Nicht- und Fehlinformationen dienen der Aufrechterhaltung des Dogmas des ungesunden Veganismus. Solange das besteht, haben die Unveganer immer eine gute Ausrede zur Hand, sich nicht mit der ethischen Dimension ihres Verhaltens auseinandersetzen zu müssen. Dass in einer speziesistischen Gesellschaft die Ernährungs&amp;shy;wissenschaft (bis auf Ausnahmen) einen entscheidenden Teil zu dieser Aufrecht&amp;shy;erhaltung beiträgt, versteht sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Geschichte zu lernen ist ratsam, um gleiche Fehler nicht zu wiederholen. Manche der heutigen Ernährungs&amp;shy;wissenschaftler sind die Kleriker der Gegenwart, die Fakten ignorieren, die seit langer Zeit bekannt sind. Veganismus &lt;i&gt;darf&lt;/i&gt; nicht möglich und gesund sein, da das die eigene Ideologie beeinträchtigen würde. Es bleibt zu hoffen, dass es neben den obigen Autoren und der ADA mehr werden, die solchen Kräften entgegensteuern und sich nicht scheuen, das etablierte Weltbild zu verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;font color=&quot;#666666&quot;&gt;&lt;u&gt;________&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://veganismus.de/intro.html&quot; title=&quot;Veganismus.de - Intro&quot;&gt;http://veganismus.de/intro.html&lt;/a&gt; [27.04.2010].&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; &quot;The nutritional status of vegans and vegetarians&quot;, in: Proceedings of the Nutrition Society 26 (1967), S. 197-205.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3&lt;/b&gt; Wobei Veganismus genau genommen natürlich keine Ernährungsform, sondern ein Lebensstil ist&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4&lt;/b&gt; Im englischsprachigen Raum ist der Protein-Mythos (Veganer hätten irgendwelche Versorgungsprobleme bei Proteinen) wesentlich stärker verbreitet als im deutschsprachigen.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5&lt;/b&gt; Das ist eine Angabe für Proteinqualität. Der hier genannt Wert entspricht dem menschlicher Muttermilch.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;6&lt;/b&gt; Erst ab dieser Zeit stieg die Weltbevölkerung exponential an (die Zahl von vier Milliarden wurde &quot;erst&quot; 1980 erreicht). Gleichzeitig gab es erst seit knapp zwanzig Jahren &quot;Massentierhaltung&quot; im heutigen Sinne. Bis heute ist es bekanntlich nicht besser geworden, immer mehr pflanzliche Nahrung wird in der Tierausbeutungsindustrie verschwendet, während der Welthunger zunimmt.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;7&lt;/b&gt; http://www.bfr.bund.de/cd/8899#a8906 [27.04.2010].&lt;/small&gt; 
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    <pubDate>Mon, 26 Apr 2010 13:45:15 +0200</pubDate>
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    <title>Ein weiterer Pyrrhussieg</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/42-Ein-weiterer-Pyrrhussieg.html</link>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    Wieder haben die Tierschützer einen Erfolg zu feiern. Diesmal geht es aber nicht darum, daß Tiere in &lt;a href=&quot;http://www.antispe.de/txt/pyrrhussieg.html&quot; &gt;größeren Käfigen&lt;/a&gt; oder einer &lt;a href=&quot;http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&amp;i=1879&amp;t=1879&quot; &gt;sauberen Umgebung&lt;/a&gt; ausgebeutet werden, sondern die Anzahl der Tierversuche für einen speziellen Test wurde reduziert, wofür es natürlich gleich einen Tierschutzpreis zu verleihen gab.&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Wissenschaftler entwickelten ein Testsystem für die Gentherapie bei schweren Immundefekten oder Stoffwechselerkrankungen, das eine Vielzahl von Tierversuchen überflüssig macht. Waren vorher hundert Mäuse für eine Testreihe nötig, ist jetzt nur eine einzige notwendig. (&lt;a href=&quot;http://www.zoomer.de/news/news-zoom/mixed/-/forschung-wissenschaftler-erhalten-preis-fuer-tierschutz&quot; &gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Und auch wenn es langsam zu einer ständigen Wiederholung wird, kann man es nicht oft genug sagen (und hoffen, das Wiederholen wirkt sich bei den Betreffenden positiv auf den Lernprozeß aus): solcher reformistischer Tierschutz wird nie zur Abschaffung der Tierausbeutung führen. &lt;br /&gt;
Dabei sind es nichts anderes als die eigennützigen finanziellen Überlegungen, die zu solchen Veränderungen führen. Es ist schlichtweg billiger, weniger Tiere für das gleiche Ergebnis umzubringen und den verbleibenden Opfern hilft das genauso viel wie dem Gesamtfortschritt: nämlich gar nichts. Dabei wären auch in diesem Fall diese Tierrechtsverletzungen &lt;a href=&quot;http://www.antispe.de/txt/nichtuebertragbarkeit.html&quot; &gt;keineswegs nötig&lt;/a&gt;, denn auch hier wie sonst gilt, daß eine vegane Gesellschaft heute schon möglich wäre.&lt;br /&gt;
Die Tierschützer mit ihrem &lt;a href=&quot;http://www.tierrechtspartei.de/tstr&quot; &gt;Reformismus&lt;/a&gt; aber helfen genau diese zu verhindern. Genauso wie &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/41-Kuenstliche-Leichenteile.html&quot; &gt;Pseudo-Tierrechtsorganisationen mit ähnlichen Ambitionen&lt;/a&gt;. So kann man auch in diesem Fall nur wiederholen: das einzige, was den Tieren wirklich hilft, ist die völlig Abschaffung und nicht, wie es in einem &lt;a href=&quot;http://idw-online.de/pages/de/news300840&quot; &gt;anderen Artikel&lt;/a&gt; dazu heißt, die &quot;Belastung&quot; für die in den Tierversuchen eingesetzten Tiere &quot;zu vermindern&quot; oder &quot;ihre Zahl zu verringern&quot;. Und erst dann – man achte auf die Bände sprechende Reihenfolge – heißt es dort: &quot;oder sie ganz zu ersetzen&quot;.&lt;br /&gt;
Was passiert, ändert man das System ohne die Menschen zu ändern (in diesem Fall: sie zum Veganismus zu führen), zeigte sich bereits mehr als deutlich am Beispiel des Rassismus. Nachdem die Sklaverei in den USA aus wirtschaftlichen, statt ethischen Gründen, beendet wurde, waren die betreffenden Menschen zwar formal keine Gefangenen mehr, aber der Rassismus und damit die Diskriminierung dieser war noch hundert Jahre lang Teil der offiziellen Staatspolitik und ist bis heute in den Köpfen der Menschen ein fester Bestandteil, der sich entsprechend regelmäßig auch in Taten äußert. &lt;br /&gt;
Betreibt man heute Reformismus oder ersetzt &#039;echte&#039; durch künstliche Leichenteile, wird sich das immer nur auf diese kleinen, eingeschränkten Bereiche auswirken (und das nicht einmal positiv) und prädestiniert damit der Abschaffung des Speziesismus eine ähnliche Entwicklung. &lt;br /&gt;
Die Tierschützer (denen es angeblich wirklich um die Tiere geht) könnten statt dessen natürlich auch Tierrechte betreiben und Veganismus propagieren, aber das würde voraussetzen, sie hätten die Sache wirklich begriffen oder gar aus der Geschichte gelernt. Doch das ging nun wirklich zu weit. 
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    <pubDate>Sat, 14 Feb 2009 15:09:12 +0100</pubDate>
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    <title>Künstliche Leichenteile</title>
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            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 256px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_right&#039; href=&#039;http://www.silch.de/texturiertes-soja&#039;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.silch.de/img.php?img=texturiertes-soja.jpg&quot; alt=&quot;TVP&quot; width=&quot;265&quot; hight=&quot;199&quot;/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Soja-&quot;Fleisch&quot; - garantiert ohne Rinderblut&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&quot;In-vitro-Fleisch&quot; (auch: &quot;Kunstfleisch&quot;) ist tierliches Muskelgewebe, das nicht in Tieren gewachsen ist, sondern im Labor in einem Nährmedium. Diese Methode &quot;Fleisch&quot; herzustellen wird vor allem von Tierschützern, aber auch von manchen Tierrechtlern als zukunftsweisende Alternative gesehen, da der &quot;Fleisch&quot;-Nachfrage gedeckt werden könne, ohne Tiere zu züchten und zu schlachten. &lt;br /&gt;
Dieser Enthusiasmus allerdings ist verfrüht, denn weder ist das Produkt vegan, noch eignet es sich als Überzeugungshilfe für den Veganismus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vegan ist es nicht, da das Ausgangsmaterial von Tieren entnommen wird. Bisher ist es auch eine reine Wunschvorstellung, daß eine Zellkultur weiterbenutzt werden könnte. Es müssen also immer wieder neue Zellen von Tieren entnommen werden und selbst wenn das ohne direkte Schädigung der Tiere erfolgen könnte, müßten die Tiere weiterhin &quot;gehalten&quot;, d.h. eingesperrt werden. Darüber hinaus ist auch das Nährmedium, in dem die Zellen wachsen, unvegan, so besteht es zum Teil aus Blut von Kälbern (&quot;fötales Kälberserum&quot;). Eine pflanzliche Alternative gäbe es wohl, sie ist aber nochmals wesentlich teurer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Überzeugungshilfe eignet es sich nicht, da es keine Überzeugungsarbeit leistet. Anstatt die Menschen von der ethischen Verwerflichkeit der Ausbeutung von Tieren zu überzeugen, werden ihnen Ersatzprodukte vorgesetzt, sodaß sie leicht in den Glauben verfallen, &lt;i&gt;sie&lt;/i&gt; müßten sich nicht ändern, sondern die Gesellschaft habe sich darum zu kümmern, ihre Tierausbeutungsprodukte zu ersetzen (ob so oder mit vermeintlich &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/1/7477&quot;&gt;schmerzunempfindlichen Tieren&lt;/a&gt;). Und beim &quot;Fleisch&quot; endet die Ersatzleistung bereits. Niemand also auf die Idee kommen, Tiermilch, &quot;Honig&quot; oder Eier durch &lt;a href=&quot;http://tierrechtskochbuch.de/vegan/alternativen.html&quot; &gt;Alternativen&lt;/a&gt; zu ersetzen, oder nicht mehr in &quot;&lt;a href=&quot;http://maqi.de/bilder/zoo.html&quot;&gt;Zoo&lt;/a&gt;&quot; oder &quot;&lt;a href=&quot;http://www.maqi.de/txt/zirkus.html&quot;&gt;Zirkus&lt;/a&gt;&quot; zu gehen. Viel eher ist zu erwarten, daß sich durch diesen &quot;Verzicht&quot; auf die Ermordung von Tieren für &quot;Fleisch&quot;, die Person ein gutes Gewissen gegenüber ihren sonstigen, tierausbeutenden Lebensweise bekommt und dadurch am Ende mehr andere Tierprodukte konsumiert und unter Umständen mehr Tierleid verursacht als zuvor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus tierrechtsstrategischer Sicht sollte man es gut überdenken, ob eine Bewerbung solcher Dinge sinnvoll ist. Es ist nicht nur unvegan und kann zu einer Gewissenberuhigung führen, die außerdem bereits heute einsetzen kann, wenn der entsprechende Unveganer einen &quot;Verzicht&quot; für unnötig hält, da er nur darauf warten müsse, bis die Forschung das Problem für ihn erledigt. Sondern es suggeriert außerdem, daß der &quot;Fleisch&quot;-Konsum das Problem des Unveganismus sei und nicht die Tierausbeutung insgesamt, sodaß ungewollte auch andere Bereiche (wie z.B. Vegetarismus) relativiert werden, obwohl ein Vegetarier unter Umständen mehr Tierleid verursacht als ein &quot;normaler&quot; Unveganer.&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt wird dieses Thema mit der Tierschutzorganisation &lt;a href=&quot;http://maqi.de/txt/petagegentierrechte.html&quot; &gt;Peta&lt;/a&gt; assoziiert, da sie für die Erforschung eines solchen &quot;marktfähigen Produktes&quot; ein Preisgeld ausgeschrieben hat&lt;!-- http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/forschung-fleisch-aus-dem-reagenzglas_aid_355471.html --&gt;, und jedem Tierrechtler sollten die Haare zu Berge stehen bei dem Gedanken, mit diesen Leuten in Verbindung gebracht zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstatt jetzt oder eventuell in Zukunft seine Energie auf die Bewerbung solcher Dinge zu verschwenden, sollte man die Menschen zu einem wirklichen Umdenken bewegen, d.h. vom Veganismus überzeugen. Und Veganismus braucht solche Ersatzprodukte nicht, da es ausreichend abwechslungsreiche vegane Nahrungsmittel gibt, darunter Alternativen wie &lt;a href=&quot;http://schweizerfleis.ch/tofuersatz&quot;&gt;Tofu&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://tierrechtskochbuch.de/vegan/search.php?q=seitan&amp;titel=1&quot;&gt;Seitan&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&quot;http://silch.de/texturiertes-vegetabiles-protein&quot;&gt;Sojaextrudat&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 18 Jan 2009 16:54:45 +0100</pubDate>
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    <title>Klimaveganer</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/38-Klimaveganer.html</link>
            <category>Politik/Soziales</category>
            <category>Rückschritte</category>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Achim Stößer)</author>
    <content:encoded>
    &lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/klimaveganer.png&#039;&gt;&lt;img width=&#039;200&#039; height=&#039;195&#039; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/klimaveganer.tmb.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Klimaveganer seien Veganer, die (analog zu Klimavegetariern) nicht aus tierrechtsethischen Gründen keine Tierprodukte konsumieren, sondern dies aus Gründen des &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html&quot;  title=&quot;Klimaschutz: Umweltbundeamt - alle vegan&quot;&gt;Klimaschutzes&lt;/a&gt; tun, meint ein Kommentator der &lt;i&gt;Zeit&lt;/i&gt; (Maximilian Grosser,  &quot;Durch Fleischverzicht die Welt retten&quot;, 28. Juli 2008&lt;!-- http://www.zeit.de/online/2008/31/weltvegetarier-kongress?page=all--&gt;). Hierbei stellt er deutlich heraus, daß auch diesbezüglich Veganismus dem Vegetarismus ethisch haushoch überlegen ist:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Doch der Gedanke an die Rettung der Welt ist wieder da und zwar viel überzeugender als von den militanten Tierschützern. Eine neuer Typ von Fleischverweigerern entsteht: der Klimavegetarier. [...] Ein Fünftel des weltweiten Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid geht laut FAO, der Weltagrarorganisation der UN, auf die Viehhaltung zurück, mehr als das Transportwesen zu verursachen vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;u&gt;Knapp 200 Kilogramm des Klimagases CO2 spart der Klimavegetarier&lt;/u&gt; im Jahr durch Fleischverzicht. D&lt;u&gt;er Klimaveganer legt noch eins drauf und vermeidet zusätzlich 450 Kilogramm CO2 durch Verzicht auf Milch und Käse&lt;/u&gt; nach Studien des Freiburger Öko-Instituts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimavegetarier und -veganer sind hochgradig politisch. Kein Fleisch oder der generelle Verzicht auf tierische Produkte sichert sie nämlich mehrfach ab. Sie treten für den Tierschutz ein, dem Klima tun sie Gutes und sozial gerecht verhalten sich die Klimavegetarier auch. [...] Würden weltweit mehr Menschen auf Fleisch verzichten, müsste auch kein Regenwald für Weideflächen und Futtermittelanbau mehr vernichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(a.a.O, meine &lt;u&gt;Hervorhebungen&lt;/u&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Dennoch gibt es neben der fehlenden tierrechtsethischen respektive &lt;a href=&quot;http://antispeziesismus.de&quot;  title=&quot;Antispeziesismus&quot;&gt;antispeziesistischen&lt;/a&gt; (und somit in der Regel egoistischen) Motivation einen weiteren negativen Aspekt:&lt;blockquote&gt;Zwar könnte die fleischlose Ernährung die Welt laut Klimavegetarier rein theoretisch retten. Doch bislang taugt sie noch nicht zur Weltrevolution. Denn der Fleischkonsum wird weltweit entgegen aller Vernunft steigen. Die &lt;u&gt;indische und chinesische Gesellschaft&lt;/u&gt; kommt beispielsweise gerade erst zu Wohlstand und &lt;u&gt;will Fleisch und Käse&lt;/u&gt;. [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch es gibt Hoffnung für den Klimavegetarier: Dass der Preis für Fleisch bald den steigenden Energiepreisen folgt. Dann wird sich bestätigen, dass der jetzige Fleischkonsum nicht mehr haltbar ist. Der Klimavegetarier wird dann ganz von allein zum Vorbild einer neuen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(a.a.O, meine &lt;u&gt;Hervorhebungen&lt;/u&gt;)&lt;/blockquote&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 07:43:53 +0200</pubDate>
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    <title>Umweltbundesamtslösung: ab sofort alle Menschen vegan</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html</link>
            <category>Politik/Soziales</category>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Achim Stößer)</author>
    <content:encoded>
    Das Umweltbundesamt (UBA) bestätigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&quot;Die rechnerisch einfachste Lösung wäre, wenn alle Menschen sich ab sofort vegan ernähren würden.&quot;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar bezieht sich das nicht auf tierrechtsethische Fragen oder Antispeziesismus, sondern Klimaschutz (weil &quot;Die Abgase einer einzigen Milchkuh [...] in etwa so klimaschädlich wie die &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/rinder031007.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;200&#039; height=&#039;139&#039;  src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/rinder031007.tmb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Rinder, zu begaffen bei einem &quot;Tag der offenen Tür&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;eines Kleinwagens, der 18.000 Kilometer im Jahr gefahren werde&quot; seien, Stichwort Treibhausgase, v.a. Lachgas auf Gülle und Methan aus dem Verdauungsprozeß von Rindern), und der hier von &lt;i&gt;Spiegel online &lt;/i&gt;zitierte &quot;UBA-Experte&quot; Dietrich Schulz behauptet sogleich abschwächend, &quot;dass ein Verzicht auf Viehhaltung die Landwirtschaft existentiell bedrohen würde&quot; (weil Veganer sich ohne Landwirtschaft ernähren, indem sie durch die Wälder streifen und an Baumrinden nagen?) - vermutlich wurde ähnlich auch früher die Sklavenhaltung gerechtfertigt - und  empfiehlt einen (tödlichen) &quot;Kompromiss&quot;, nämlich &quot;die mediterrane Ernährung. Ein Italiener beziehe nur etwa 25 Prozent seiner täglichen Kalorienaufnahme aus tierischen Quellen, die Deutschen dagegen bei 39 Prozent.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch daß die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland und somit ein Bundesministerium (das für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, zu dem das UBA gehört) eingesteht, daß Veganismus die beste Lösung für ein Problem ist, wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Quelle aller Zitate: &lt;a href=&quot;http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&amp;i=1667&amp;t=1660&quot;&gt;&quot;WWF fordert Steuer auf Kuh-Abgase&quot;&lt;/a&gt;, Spiegel online, 05. November 2007) &lt;!-- http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,515494,00.html --&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 05 Nov 2007 19:04:00 +0100</pubDate>
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    <title>Früher war alles anders: Heute ist alles Mist</title>
    <link>http://vegane-gesellschaft.de/archives/25-Frueher-war-alles-anders-Heute-ist-alles-Mist.html</link>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Achim Stößer)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/mistbauer.jpg&#039;&gt;&lt;img width=&#039;200&#039; height=&#039;150&#039;  src=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/mistbauer.tmb.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich der Bauer oder bleibt wie er ist&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Es stinkt zum Himmel. Selbst auf der Autobahn ist es häufig nicht zu überriechen - was gern als &quot;Düngung&quot; verkauft wird, das Ausbringen von Gülle auf Felder, ist überwiegend Entsorgung, und das mit fatalen ökologischen Folgen etwa für Gewässer und nicht zuletzt das Grundwasser. Schon jetzt wird nach neuen Möglichkeiten gesucht, &lt;a href=&quot;http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&amp;i=1263&amp;t=1263&quot;  title=&quot;Scheiße zu Gold (bzw. Vanillearoma) machen&quot;&gt;Scheiße zu Gold zu machen&lt;/a&gt;, etwa durch Entwicklung von &lt;a href=&quot;http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&amp;i=1264&amp;t=1263&quot;  title=&quot;Vanille-Aroma aus Kuhfladen&quot;&gt;Aromastoffen aus Exkrementen&lt;/a&gt;; und die Ausbreitung der &quot;Vogelgrippe&quot;, die erst vor kurzem zu einer Pandemiehysterie geführt hat, wurde nicht etwa durch Zugvögel, sondern &lt;a href=&quot;http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&amp;i=1254&amp;t=1254&quot;  title=&quot;Pandemiegefahr durch Speziesismus  &quot;&gt;primär neben dem Verdealen von Leichen durch den Handel mit Hühnerkot verursacht&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswerterweise wird Veganern einerseits vorgeworfen, das (in der heutigen unveganen Gesellschaft kaum vermeidbare) jauche- oder güllegedüngte Gemüse zu konsumieren, andererseits behauptet, ohne Tierausbeutung gäbe es keine Möglichkeit zu düngen (alternativ: keine Möglichkeit, ohne den &quot;bösen Kunstdünger&quot; auszukommen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir Hobbygärtner, die dem Gießwasser gern einmal Eigenurin zusetzen, beiseite; lassen wir die Frage, inwiefern das Einsammeln von Guano Vögeln grundsätzlich schadet - inzwischen sind durch den Guanoraubbau bereits ganze Pinguinspezies bedroht, und eine Kormoranart der Gattung  &lt;i&gt;Phalacrocorax&lt;/i&gt; heißt sogar offiziell &quot;Guanokormoran&quot; - ebenfalls beiseite, zumal sowohl Eigenurin als auch Guano weniger für landwirtschaftliche Großproduktion als für Hinterhofrabatten relevant ist (auch wenn Guano - übrigens trotz des Ursprungs ein Kunstdünger - wohl im 19. Jahrhundert eine andere Rolle spielte). Und lassen wir auch dahingestellt, ob sämtliche (veganen) &quot;Kunstdünger&quot; wirklich so viel schädlicher sind als Gülle, wobei die unterschiedlichsten Kunstdünger, also synthetisch hergestellte Dünger, organische wie mineralische, bereits jetzt, ganz ohne antispeziesistischen Hintergrund, massiv in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Ähnlich wird ja auch bezüglich &quot;Leder&quot; pseudoargumentiert, das in Wahrheit, ganz unabhängig von tierrechtsethischen Aspekten, ökologisch um ein vielfaches schädlicher ist als das Material für Schuhe aus Synthetik, von denen ebenfalls nur die wenigsten explizit für Veganer produziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist  es entgegen der Leute mit Gülle im Kopf sehr wohl problemlos möglich, ohne Jauche um sich zu schütten, und auch ohne Hornspäne und Knochen- oder Blutmehl (die zwar nicht aus ethischen Gründen, sondern wegen BSE zumindest hierzulande mittlerweile obsolet sind), mehr als ausreichende Ernteerträge zu erzielen. Neben dem bereits beginnenden Wiederauferstehen etwa von Fruchtwechsel, Brache (schließlich wird in einer veganen Gesellschaft nur ein Bruchteil des Ackerland benötigt, da der um ein vielfaches höhere Anbau von &quot;Futter&quot;-Soja, -Mais, -Getreide usw. entfällt), Gründüngung (also Aussaat und Unterbringung von noch grünen Pflanzen, um den Boden mit Humus und Pflanzennährstoffen, insbesondere Stickstoff, anzureichern.) Pflanzenjauche (z.B. aus Brennesseln), Algensaft usw. spielen hier auch neuere wissenschaftliche Entwicklungen eine wesentliche Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wissenschaft sei dank geht es inzwischen vielfach gar ganz ohne Dünger: &lt;i&gt;Bradyrhizobium japonicum&lt;/i&gt; ist ein Bakterium, mit dem sich das Chlorophyll gierig den Stickstoff aus der Luft holt. Ein Bakterium, das wächst und wächst. In Verbindung mit Soja können so dieselben Erträge wie bisher erzielt werden – ohne ein Gramm Dünger zu benutzen.  Mittlerweile wird versucht, den Wachstumsbeschleuniger von Soja, der bereits jetzt in Brasilien jährlich Dünger im Wert von 2,5 Milliarden Dollar ersetzt, auf die Reis- und Zuckerrohrplantagen zu übertragen (siehe &lt;a href=&quot;http://veganismus.ch/foren/read.php?f=1&amp;i=5598&amp;t=5359&quot;  title=&quot; Bradyrhizobium japonicum (war: Re: Bakterien statt Dünger)&quot;&gt;&quot;Der Ernährer der Welt&quot;&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es um Mist und Veganismus geht, kommt fast unausweichlich auch das Thema Champignons auf. Wiesenchampignons wachsen heute wohl überwiegend durch Kuhfladen auf Weiden, morgen werden sie wieder eher dank Dung von Bambis unausgebeuteten und ihres Lebens sicheren Enkeln gedeihen: ohne Jagd und somit ohne Jagddruck werden die von Jägern zum &quot;Rotwild&quot; degradierten Tiere wieder ihren ursprünglichen Lebensraum besetzen und den Wald verlassen; was als Nebeneffekt die ach so schrecklichen &quot;Verbißschäden&quot; an Bäumen, die den Ballermännern gern als Rechtfertigung für ihre Mordlust dienen, signifikant reduzieren dürfte. Zuchtchampignons dagegen können bereits seit einiger Zeit, auf Strohballen statt Hühnerkot und Pferdemist kultiviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn heute noch (fast) alles, was den Bauern zum Thema Düngung einfällt, Mist ist - in Zukunft wird alles anders sein. Vegan. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 27 Aug 2006 22:08:00 +0200</pubDate>
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