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    <tagline mode="escaped" type="text/html">Der Weg zur veganen Gesellschaft</tagline>
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            <name>Martin Pätzold</name>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ein Mädchen in rotem Pullover und weißer Hose steht an einem Fluss und wirft Hundewelpen hinein. Sie nimmt sie einzeln aus einem Eimer, in dem die Welpen teilweise übereinander liegen, und wirft sie in das Wasser, wo man die Hunde aufschlagen sieht. Das Mädchen und der Kameramann lachen dabei. Dieses Video, das seit einigen Tagen durch das Internet kursiert, hat, wie es in den Medien so schön heißt, "eine Welle der Empörung" hervorgerufen. Wenn man nachzählt, sind fünf Welpen innerhalb von vierzig Sekunden, die sie auf diese Weise umbringt (auf die Minute gerechnet wären das siebeneinhalb). Die ganze Aufregung kann ich nicht verstehen.<br />
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<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 230px"><div class="serendipity_imageComment_img"><img src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/hundewelpen.jpg" alt="Video-Ausschnitt" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Video-Ausschnitt. Wären Schweine in dem Eimer, statt Hunden, wäre die Aufregung nur halb so groß.</div></div>Die Internetgemeinde verbreitet das Video, um die Täterin zu identifizieren. So gibt es auf Facebook z.B. die deutsche Gruppe "Findet das Mädchen, das Welpen in den Fluss geschmissen hat". Von den Kommentatoren dort und überall sonst im Internet, wo auf das Video verlinkt wird, liest man oft nicht gerade freundliche Botschaften. Sie hätte die Todesstrafe verdient, man sollte sie selbst in den Fluss werfen oder erschießen, heißt es bei einigen. Wieso eigentlich? Sie tötet Tiere zum puren Vergnügen. Nichts wesentlich anderes machen die Menschen, die täglich Tierprodukte wie "Fleisch", Eier oder Tiermilch konsumieren. Für all diese Produkte, werden zwangsläufig Tiere getötet. Eine bessere Rechtfertigung als das bloße Geschmackserlebnis, für das die Konsumenten den Tod der Tiere in Kauf nehmen, gibt es nicht. Von dem Unterschied abgesehen, dass das Mädchen sich die Hände noch selbst schmutzig macht, wohingegen der Durchschnittskonsument andere dafür bezahlt, ist es ethisch gesehen das gleiche. <br />
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Nicht lange zu warten hatte man auch darauf, dass die populistische Tierschutz-Organisation PETA USA ein Kopfgeld von 2000 Dollar auf Hinweise zu Ergreifung ausgesetzt hat. Das ist genau die Organisation, die jährlich Tausende Katzen und Hunde tötet ("euthanasiert").<sup>1</sup> Die Tötungsrate auf die Minute umgerechnet ist nicht ganz so hoch, aber PETA bringt es immerhin noch auf zirka fünf Tiere pro Tag. Wenn man annimmt, dass die Werferin nicht noch weitere Hunde an diesem Tag umgebracht hat, sind beide gleichauf. Da das Mädchen aus Bosnien stammt, hat sie höchstwahrscheinlich wenig Geld zu Verfügung, wohingegen PETA Millionen an Spenden einnimmt und damit noch eher für die Versorgung der Tiere aufkommen könnte, d.h. im Vergleich schlechter dasteht. Darf man also erwarten, dass PETA in Zukunft 2000 Dollar zu Hinweisen auf die Ergreifung der eigenen Mitarbeiter aussetzt?<br />
<br />
Was das Mädchen angeht, würde sie, trotz der offenkundig zur Schau gestellten Mordlust, vom hiesigen Schlachtgewerbe empört zurückwiesen. Viel zu ineffizient. Was sollte ein Schlachthof mit Mitarbeitern, deren Tötungsrate bei gerade einmal siebeneinhalb Tieren pro Minute liegt? Bei Schweinen schaffen moderne Betriebe 10 Tiere pro Minute. Die männlichen Küken, die in einer Brüterei für Legehennen aussortiert werden, weil sie keine Eier legen können, sterben zu zwanzigst pro Minute. Kein Vergleich zum im Bau befindlichen neue "Mega-Schlachthof" in Wietze, wo künftig 450 Hühner pro Minute mit dem Messer Bekanntschaft machen werden. Wohlgemerkt hören diese nicht nach einer Minute auf. Die Welpen-Mörderin bleibt wohl bei fünf am Tag, von den eben erwähnten Betrieben sind es täglich jeweils 4800 Schweine, 10.000 Küken oder 416.000 Hühner.<sup>2</sup> Und das ist jeweils nur ein Betrieb, von denen gibt es deutschlandweit Duzende oder Hunderte. In den Schatten gestellt wird das alles nur durch das Töten der Fische. Während man davon ausgeht, dass circa 56 Milliarden Landtiere jährlich sterben, war die Zahl der Fische lange unklar. Eine neue wissenschaftliche Schätzung hat errechnet, dass es irgendetwas zwischen 0,97 und 2,74 Billionen jährlich sind.<sup>3</sup> Geht man von einer moderaten Billion aus (das ist eine eins mit zwölf Nullen), ergibt das knapp zwei Millionen pro Minute. Um das zu erreichen, müsste das Mädchen minütlich 285 LKW-Ladungen Hundewelpen in einen Fluss entladen.<sup>4</sup> Vielleicht wäre das auch eine gute Lösung, denn wie es scheint verhalten sich die Menschen dem Töten von Tieren gegenüber um so gleichgültiger, je mehr es sind.<br />
<br />
Die erwähnten Tötungsraten von Schweinen, Küken, Hühnern und Fischen sind Praktiken, für die gut 99% der empörten Kommentatoren tagtäglich bezahlen. Auch wenn der eine oder andere sich über die Höhe genauso beschweren würde, wären die "Alternativen" noch weit von fünf Tieren pro Tag entfernt. Ein kleiner, "alternativer" Schlachthof tötet vielleicht "nur" 300 Tiere am Tag, doch sind das immer noch sechzig Mal so viele wie die "Hundehasserin". Letztlich kommt fast niemand darauf, dass es keinen ethischen Unterschied gibt, ob man einen Hundewelpen oder ein Schwein tötet, da beides gleichermaßen unnötig ist. Hunde kann man sterilisieren und Menschen können sie vegan ernähren. Wenn das Mädchen gefunden wird,<sup>5</sup> sollten die, die sich so ungemein über sie aufregen, aber selbst nicht vegan leben, nicht ihre Bestrafung fordern, sondern ihr einen Metzger-Lehrgang spendieren. Dann kann sie fast die gleiche Tätigkeit weiterhin ausüben – Tiere ohne jede Notwendigkeit zum Vergnügen anderer zu töten. Nur bekäme sie dann von den gleichen Leuten, die sie jetzt beschimpfen, Geld dafür und sicher auch das eine oder andere Dankeswort.<br />
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<font color="#666666"><u>________</u><br />
<b>1</b> <a href='http://tierrechtsforen.de/peta'>http://tierrechtsforen.de/peta</a> [04.09.2010]. Zu dem (überraschend späten) Rechtfertigungsversuch, es seien alles nur schwerkranke Tiere, siehe <a href='http://tierrechtsforen.de/1/7668/8284'>http://tierrechtsforen.de/1/7668/8284</a> [04.09.2010].<br />
<b>2</b> Die ersten beiden Zahlen errechnet anhand eines Achtstundentages. Wahrscheinlich wird aber in den meisten Schlachtbetrieben länger als acht Stunden pro Tag gearbeitet, sodass es nochmals mehr wären, als hier angegeben. Die Zahl für Wietze beruht auf der Angabe, 2,5 Mio. pro Woche (bei einer Sechstagewoche) zu töten.<br />
<b>3</b> http://www.fishcount.org.uk/published/standard/fishcountsummaryrptSR.pdf [04.09.2010].<br />
<b>4</b> Geht man von zwei Kilo Gewicht der Welpen und einem Ladevermögen eines LKWs (ohne Anhänger) von 14 Tonnen aus.<br />
<b>5</b> Angeblich wurde sie inzwischen gefunden und erhält voraussichtlich die Höchststrafe für Tierquälerei: umgerechnet 5000 Euro. Würde sie das Geld nicht für Strafe aufwenden müssen, sondern wäre damit in einen deutschen Supermarkt gegangen, hätte sie damit theoretisch gut 2500 Kilo "Schweinefleisch" kaufen können. Und niemanden hätte es gestört.</front color> 
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            <name>Martin Pätzold</name>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                In der spanischen Region Katalonien wurde durch eine Parlamentsabstimmung mit knapper Mehrheit der Stierkampf ab 2012 verboten. Die Tierschützer jubeln, ohne die Hintergründe dieses angeblichen "Erfolges" zu beachten. Das hat fatale Folgen.<br />
<br />
Von den vielen Zeitungsmeldungen dazu waren hingegen zumindest einige kritisch.<sup>1</sup> Der eigentliche Grund für dieses Verbot, so wird berichtet, ist die Politik. Katalonien hat separatistische Tendenzen und wollte sich "Nation" nennen, was vom Verfassungsgericht vor wenigen Wochen abgelehnt wurde. Es hatte außerdem Kataloniens Autonomiestatus beschnitten. Der Stierkampf wird als etwas National-Spanisches angesehen, daher kam diese Möglichkeit der Abrechnung gelegen. Die aktuell regierende Partei (PSC), die eigentlich stierkampffreundlich war, ist "eingeknickt", weil sie um ihre Wiederwahl fürchten muss, wenn sie nicht anti-spanischen zeigt. Eine ähnliche Tierquälerei, der "Correbous", bei dem Stiere mit brennenden Teerkugeln an der Hörnern durch die Straßen gehetzt werden, sich schwere Verletzungen zuziehen oder an Herzversagen sterben können,    wurde nicht verboten, da es nicht als spanisch angesehen wird. Er wurde vom neuen Gesetz ausdrücklich ausgenommen. Wirtschaftlich stand der Stierkampf in Katalonien ohnehin vor dem Ende. Es gab nur noch eine Arena in Barcelona, die 2009 lediglich 18 Stierkämpfe veranstaltet. Mit Tierschutz hatte dieses Verbot also praktisch nichts zu tun.<br />
<br />
"Egal, wodurch es abgeschafft wurde, zumindest werden diese Tiere nicht mehr umgebracht", mag man einwenden. Doch ist es nicht egal, denn so sehr erfreulich es für diese Tiere ist, führen falsche Analysen zu falschen Schlussfolgerungen, in diesem Fall: es wäre durch Tierschutzkampagnen herbeigeführt worden und sei ein signifikanter Erfolg. <br />
Wie dargelegt war die Tierschutzargumentation lediglich der Vorwand für nationalistische Kleinkämpfe. Dagegen nehmen Aktivisten an, es wäre sinnvoll gewesen, Tausende und Abertausende Personenstunden in die Proteste gegen solch kleine und schwache Randbereiche zu investieren. Die Deklaration als "Tierschutz-Erfolg" (wäre es um Tierschutz gegangen, hätten die Correbous mit abgeschafft werden müssen, statt ausdrücklich ausgenommen zu sein) führt dazu, dass die Aktivisten glauben, diese Kampagnen hätten Wirkung gezeigt und werden in Zukunft weiterhin Energie in Kampagnen gegen Randbereiche investieren, anstatt sich endlich dem Kern des Problems, dem Unveganismus der Menschen, zuzuwenden.<br />
Daneben ist es auch eine Frage der Effektivität. Und die ist miserabel, wie bei allen Randbereichen. Bei den verbliebenen 18 Stierkämpfen pro Jahr (Tendenz war fallend) werden insgesamt etwa 100 Stiere getötet. Noch einmal: jahrelange Proteste und Abertausende Personenstunden Aktivismus und am Ende rettet man nur 100 Tiere. Soviele Tiere jährlich haben weniger als drei einzelne Nicht-Veganer auf dem Gewissen.<sup>2</sup> Weniger als drei einzelne Personen. Wäre alle diese Energie, die für Proteste gegen Stierkampf aufgeboten wurde, in Aufklärung über Veganismus und Tierrechte investiert worden, hätte man mindestens einige Hunderte Menschen vom Veganismus überzeugen können. Nur sechs neue Veganer wären ein doppelt so großer, nur neun ein dreimal so großer Erfolg und bereits mit einem Bruchteil der Aktivität, die in dieses Thema investiert wurde, erreichbar gewesen.<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 150px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/stier.gif'><img src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/stier.tmb.gif" alt="Verhältnisse der Opferzahlen" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Der genaue Wert bei Stieren beträgt 0,006 Mio. - dennoch kon&shy;zen&shy;trieren sich die meisten Be&shy;müh&shy;ungen auf die&shy;sen statt auf die an&shy;deren Be&shy;rei&shy;che.</div></div>Natürlich war und ist der Stierkampf gerade für Tierschutzorganisationen ein attraktives Ziel, ähnlich wie "Pelz" oder andere Randbereiche. Der Großteil der Bevölkerung lehnt diese Tierausbeutungsformen bereits aus dem einfachen Grund ab, weil er nicht involviert ist. "Pelz" ist als Luxusprodukt verpönt und die Stierkämpfe werden in Katalonien, wie erwähnt, aus nationalistischen Gründen abgelehnt und waren wirtschaftlich fast am Ende. Noch mehr gilt dies für die Kampagnen, die von nicht-spanischen Tierschutzorganisationen betrieben werden, denn im nicht-spanischen Ausland (von Frankreich abgesehen) haben die Menschen erst recht nichts mit Stierkämpfen (oder Walfang oder "Robbenschlachten") zu tun und es fällt ihnen noch wesentlich leichter, es mit Empörung abzulehnen. Mit anderen Worten: die Kampagnen gegen den Stierkampf rennen offene Türen ein, vermitteln den unveganen und empörten Personen das Gefühl, etwas "für die Tiere getan" zu haben, und fördern damit ihre Bigotterie, sich über das Quälen und Töten von Stieren aus purem Vergnüngen zu echauffieren, während sie selbst aus purem Vergnügen (und Bequemlichkeit) Hühner, Rinder, Schweine und andere Tiere für ihre täglichen Mahlzeiten quälen und töten lassen. Dieses Einrennen offener Türen zusammen damit, ein gutes Gewissen zu verschaffen, ist für die Tierschutzorganisationen natürlich eine wunderbare Möglichkeit, um Spenden zu generieren. Den Tieren insgesamt hilft es leider kaum.<br />
<br />
Wie es einer der kritischeren Zeitungsredakteure formulierte: <br />
<blockquote>So lange wir uns mit der Massentierhaltung abfinden, ist unsere Empörung über die öffentliche Hinrichtung von Kampfstieren nur ein scheinheiliges Entlastungsgefühl. Das beschlossene katalanische Verbot der corridas hat den Tierschutz auf der Welt nur unwesentlich vorangebracht.<sup>3</sup></blockquote><br />
<br />
Für die 100 Stiere ist es ein <a href='http://tierrechtspartei.de/tstr'>Tierschutz-Erfolg</a>.<sup>4</sup> Für den Aktivismus unter Beachtung der Effektivität ist es eine Katastrophe und ein wenig mehr strategisches Denken ist dringend notwendig, wenn eine vegane Gesellschaft ein realistisches Ziel werden soll. Wahrscheinlich wurden bereits mehr als 100 Tiere allein auf den Siegesfeiern zu diesem "Erfolg" von den Katalanen als Festessen serviert.<br />
<br />
<br />
<small><font color="#666666"><u>________</u><br />
<b>1</b> "Katalonien verbietet Stierkampf: Es geht um Politik, nicht Tierschutz" (Spaniens Allgemeine Zeitung, 27.07.2010), "Todesstoß für den Torero?" (Süddeutsche Zeitung, 28.07.2010), "Sie sagten Stierkampf und meinten Madrid" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2010), "Das Stierkampfverbot ist scheinheilig" (Frankfurter Rundschau, 28.07.2010).<br />
<b>2</b> Bei durchschnittlichem Konsum, gemessen an deutschen Verhältnissen. Der spanische Verbrauch ist wesentlich höher als der deutsche (121 kg/Jahr in Spanien, 84 kg/Jahr in Deutschland an "Fleisch"). Insofern sind auch diese Zahlen eher noch zu gering, als zu hoch.<br />
<b>3</b> Frankfurter Rundschau, s. Anm. 1.<br />
<b>4</b> Da die Corrida-Stiere nach ihrem Tod verzehrt werden, sich die Höhe des "Fleisch"-Konsums durch dieses Verbot jedoch nicht ändert, ändert sich lediglich die Tötungsmethode, nicht die eigentliche Anzahl der Tiere. 
            </div>
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            <name>Martin Pätzold</name>
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        <issued>2010-06-13T17:58:27Z</issued>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Man kann Tierrechte und das daraus resultierende persönliche Verhalten – die vegane Lebensweise – theoretisch begründen. Die Grundlage ist, vereinfacht gesprochen, auf der einen Seite das Gleichheitsprinzip (gleiche Berücksichtigung gleicher Interessen), dessen Einschränkung auf die menschliche Spezies aufgehoben wird, da es keine signifikanten ethischen Unterschiede zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren (die ein Bewusstsein haben) und damit keine Rechtfertigung für diese Einschränkung gibt. Auf der anderen Seite ist es die Überzeugung, dass Leid vermieden werden soll, wenn es vermieden werden kann, da Leid als etwas genuin Schlechtes betrachtet wird.<br />
Genau genommen ist Letzteres jedoch keine rein geistige Überzeugung, sondern ein Instinkt. Der Widerwillen, der bei der Beobachtung, wie einem anderen empfindungsfähigen Lebewesen Leid zugefügt wird, entsteht, ist die Empathie. Wie alle Instinkte, wird auch Empathie durch die Sozialisation in den gesellschaftlichen Rahmen eingepasst. Im Fall von Empathie für andere Tiere ist die gesellschaftliche Dominante der Speziesismus. Diese Einpassung bedeutet, dass gelernt wird, die instinktive Empathie bei nichtmenschlichen Tieren zu unterdrücken.<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/gehirnscans.png'><img src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/gehirnscans.tmb.png" alt=" " /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die Gehirnscans zeigen eine höhere Aktivität bei Veganern (Quelle: siehe Fußnote 2)</div></div>Italienische Forscher haben nun nachgewiesen, dass bei Rassisten der Instinkt der Empathie unterdrückt wird.<sup>1</sup> Was Sozialpsychologen bereits vermutet haben – dass Rassismus mit einem Mangel an Einfühlungsvermögen einhergeht – wurde durch die Studie neuropsychologisch belegt. Während Menschen normalerweise automatisch mitleiden, wenn sie sehen, wie einem anderen Menschen Leid zugefügt wird, unterbleibt diese Reaktion (wie durch Messung und Vergleich der Hirnaktivitäten und von Muskelreaktionen festgestellt wurde), wenn die leidende Person die "falsche" Hautfarbe hat. Der Forschungsleiter sagt dazu: "Die automatische Muskelreaktion zeigt menschliche Anteilnahme am Leiden Fremder, zumindest solange sie nicht mit vorurteilsbehafteten Stereotypen belegt sind." <br />
<br />
Was für Rassismus gilt, gilt (mutatis mutandis) auch für andere Diskriminierungs&shy;formen, in diesem Fall den Speziesismus. Wenig überraschend hat so auch eine neue Studie mit neurologischen Untersuchungen bestätigt, dass die Gehirnregionen für Empathie bei Veganern beim Anblick auch von tierlichem Leiden stärker aktiviert werden als bei Omnivoren.<sup>2</sup> Die Schlussfolgerung ist simpel: Menschen, die nicht (mehr) mit den vorurteilhaften Stereotypen gegenüber (nichtmenschlichen) Tieren behaftet sind, zeigen ihnen gegenüber wieder eher das ursprüngliche Maß an Empathie.<br />
<br />
Ursprünglich deshalb, weil Kinder die Fähigkeit zu vorurteilsloser Empathie noch besitzen. Sie empfinden sie auch beim Anblick von Leid, das nichtmenschlichen Tieren zugefügt wird, weil sie das speziesistische Vorurteil, nichtmenschliche Tiere seien weniger wert als Menschen und könnten daher fraglos anders behandelt werden, noch nicht übernommen haben. Oder wie Freud es in <i> Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse</i> formulierte:<br />
<blockquote>Das Kind empfindet keinen Unterschied zwischen dem eigenen Wesen und dem des Tieres; es läßt die Tiere ohne Verwunderung im Märchen denken und sprechen; es verschiebt einen Angstaffekt, der dem menschlichen Vater gilt, auf den Hund oder auf das Pferd, ohne damit eine Herabsetzung des Vaters zu beabsichtigen. Erst wenn es erwachsen ist, wird es sich dem Tiere soweit entfremdet haben, daß es den Menschen mit dem Namen des Tieres beschimpfen kann. Seine späteren Erwerbungen vermochten es nicht, die Zeugnisse der Gleichwertigkeit zu verwischen, die in seinem Körperbau wie in seinen seelischen Anlagen gegeben sind.<sup>3</sup></blockquote><br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 256px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://arpix.de/img.php?f=1065.jpg'><img src="http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:1065.jpg" alt="Todeskandidaten" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Vermittelte Aussage: Tiere gehören hinter Gitter</div></div>Was Freud hier noch (vielleicht ganz ohne Absicht) im Aktivsatz formulierte – das Kind entfremdet sich – ist tatsächlich die Einwirkung von außen, die der Sozialisation. <a href='http://vegane-gesellschaft.de/archives/44-Wachsende-Bedraengnis.html'>Massive Indoktrination</a> wird nicht nur von der Tierausbeutungs&shy;industrie betrieben und vom Staat durch <a href='http://maqi.de/presse/milchpropaganda.html'>"Schulmilchprogramme"</a> gefördert. In den Lehrplänen der Schulen sieht es entsprechend aus: Kinder lernen, dass Kühe Milch "geben", und lernen nicht, was mit den Kälbern, für die diese Milch gedacht ist, geschieht. Auch die Eltern handeln oftmals nicht anders, nicht zuletzt um ihr eigenes Weltbild nicht zu stören. Die Eigeninitiative von Kindern und Jugendlichen eine vegane Lebensweise anzunehmen, wird vorzugsweise durch die <a href='http://tierrechtsforen.de/13/2118'>Ammenmärchen drohender Mangelerscheinungen</a> be- oder verhindert. <br />
<br />
Auf der Alltagsebene wirkt sich die Distanz zum "Produktionsprozess" von Tierprodukten zuungunsten der Tierausbeutung aus. Tier"farmen" und Schlachthäuser liegen weit außerhalb der Städte und die Tierleichen werden bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt und sauber in Folie eingepackt. Dadurch fehlt die "Sensibilisierung für das Tier als Nutzobjekt" und die Verbraucher reagieren auf "Tierschutz-Skandale" mit kurzzeitigem Nachfragerückgang. Kurzzeitig - bis die speziesistische Normalität wieder hergestellt ist.<br />
<br />
Während das Töten der Tiere früher noch präsenter war, "fehlt" heute zunehmend die Abstumpfung gegenüber Gewalttaten gegen Tiere. Die rhetorische Frage "Du kommst aus der Stadt oder?" als Antwort auf geäußerte Kritik an Tierausbeutung, hätte in Bezug auf Rassismus vor ein paar Hundert Jahren in den USA ihre Entsprechung in der Frage "Du kommst aus den Nordstaaten oder?" gehabt. Die natürliche Empathie lässt sich nicht so einfach abschalten, sie muss aufwändig unterdrückt werden. Die Schlachthofsmauern können jedoch nicht mehr höher gebaut werden und so ist die zunehmende Medialisierung und dadurch schnellere und bessere Verbreitung von Informationen, der Anfang vom Ende der Tierausbeutungindustrie.<br />
<br />
<br />
<small><font color="#666666"><u>________</u><br />
<b>1</b> Alessio Avenanti et al.: Racial Bias Reduces Empathic Sensorimotor Resonance with Other-Race Pain, in: Current Biology 20 (2010), Nr. 11.<br />
<b>2</b> Filippi M, Riccitelli G, Falini A, Di Salle F, Vuilleumier P, et al. (2010) The Brain Functional Networks Associated to Human and Animal Suffering Differ among Omnivores, Vegetarians and Vegans. PLoS ONE 5(5): e10847<!-- http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0010847 -->.<br />
<b>3</b> Sigmund Freud: Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse, in: Gesammelte Werke, Bd. XI, 3. Aufl., Frankfurt/M. 1966, S. 7f. 
            </div>
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            <name>Martin Pätzold</name>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Ideologische Wissenschaft - damals und heute</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <blockquote>Die Welt ist voller Unwissenheit. Was Veganismus anbelangt, befinden wir uns im finstersten Mittelalter, in dem die Menschen sich fürchten, vom Rand der Welt zu fallen, obwohl schon viele Jahrhunderte zuvor der Radius des Globus mit erstaunlicher Genauigkeit erfaßt wurde. Der von der Kirche geschürten Angst vor Hexerei entspricht der von der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie genährte Aberglaube an magische Stoffe in tierlichen Produkten, ohne deren Präsenz der Fluch angeblicher Mangelerscheinungen heraufbeschworen wird.<sup>1</sup></blockquote><br />
Diese Unwissenheit abzubauen, hat sich bisher nur die <a href="http://veganekinder.de/adavegan" title="ADA"><i>American Dietetic Association</i></a> (ADA) bemüht, die 2003 und 2009 durch die Auswertung einer Vielzahl an Studien die vegane Ernährung als für jedes Lebensalter geeignet bezeichnete. Der Rest der Ernährungswissenschaft fürchtet immer noch, am Rand hinabzufallen, wenn sie das Offensichtliche bestätigen müsste. Nicht selten stimmt auch die Presse in dieses Konzert ein, indem sie für den Veganismus positive Ergebnisse aus Studien <a href="http://tierrechtsforen.de/2/7131">solange verdrehen, bis sie negativ aussehen</a>. Das muss mit keiner Verfälschung einher gehen – das Positive zu marginaliseren und das Negative herauszustellen erzielt bereits den gewünschten Eindruck.<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><img src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/procedings-nutrition-society.jpg" alt=" " /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Fachzeit&shy;schrift für Ernährungs&shy;wissenschaft</div></div>Das Wissen um die Kugelgestalt der Erde, das seit der Antike bekannt war, war auch im Mittelalter nicht verschwunden, sondern wurde aus machtpolitischen Gründen unterdrückt. Nicht viel anders sieht es mit dem Verhältnis von Ernährungswissenschaft und Veganismus aus, denn bereits 1967 wurde ein durchweg positiver und am Ende proveganer Artikel veröffentlicht. "Ernährungszustand bei Veganern und Vegetariern" von F. R. Ellis und Pamela Mumford<sup>2</sup> ist eine eigene Studie und zugleich eine Auswertung bisheriger Studien. Die Fragestellung lautete hier, wieweit diese beiden Ernährungsformen<sup>3</sup> eine adäquate Nährstoffversorgung gewährleisten können. Die Definition von Veganer schloss übrigens auch damals, wie hier wörtlich erwähnt wird, schon die Vermeidung von tierkohleraffiniertem Zucker mit ein, genauso wie Margarine mit einem Vitaminzusatz, der unvegan ist ("white sugar clarified with bone charcoal, or margarine fortified with vitamin A from animal sources"). <br />
<br />
Die Auswertung von drei früheren Studien, die zwischen 1954 und 1967 erhoben worden waren, sowie die eigene Studie, habe erwiesen, so die Autoren, dass "vegane Ernährung, die unbehandelte Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Gemüse und Früchte umfasst, keine erkennbaren Mangelerscheinungen hervorruft" und lediglich Vitamin B12 supplementiert werden sollte. Es wäre erwiesen, dass "die durchschnittliche Nährstoffaufnahme die empfohlenen Tagesdosen erfüllt". Bei der Nährstoffanalyse der Studien (zwischen Veganern, Vegetariern und Omnivoren) waren die Werte für Eisen und Thiamin (Vitamin B1) bei Veganern zudem höher als bei Omnivoren. Und auch wenn die Protein-Aufnahme geringer war, konsumierten Veganer "einen angemessenen Anteil verwendbaren Proteins".<sup>4</sup> Beim Vitamin B12 lautete das Ergebnis der eigenen Studie, dass die Veganer keinerlei Anzeichen für einen Mangel zeigten (wobei die Autoren vermuten, dass angereicherte Produkte konsumiert wurden). <br />
Abschließend stellten sie fest:<br />
<blockquote>Aus unserer Studie mit Veganern zeigt sich eindeutig, dass diese Ernährung einen befriedigenden Nährwert für Erwachsene garantiert, vorausgesetzt, es wird Vitamin B12 supplementiert, wenngleich es interessant wäre, eine weitere Studie mit veganen Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Miller (1963) hat nämlich gezeigt, dass es möglich ist, mit ausschließlich pflanzlichen Bestandteilen Säuglingsnahrung mit NApCal 8%<sup>[5]</sup> herzustellen, die damit die Anforderungen [an Säuglingsnahrung] erfüllt. <br />
Die Berücksichtigung dieser Ergebnisse ist für das Welternährungsproblem<sup>[6]</sup> relevant, da weit höhere Nährstoff-Erträge pro Flächeneinheit durch Gemüsekulturen erzeugt werden als durch Tierhaltung (Tabelle 3) und die Erträge pro Arbeitsstunde folgen einem ähnlichen Schema. <br />
Miller &amp; Mumford (1966) fanden heraus, dass die günstigste Nahrung, um die täglichen Dosen von drei oder mehr 'Schlüssel'-Nährstoffen (Kalorien, Protein, Kalzium, Eisen, Vitamin A und Vitamin C) bereitzustellen, Mehl, Brot, Haferflocken, Kartoffeln, Bohnen, Möhren, Kohl, Spinat und Wasserkresse sind.</blockquote><br />
Das bedeutet auch, bereits vor knapp 50 Jahren wurde festgestellt, dass auch vegane <a href="http://veganekinder.de/">Säuglings- bzw. Kinderernährung</a> höchstwahrscheinlich kein Problem darstellt. Dennoch gibt es noch im Jahr 2010 Ärzte, die von veganer Kinderernährung abraten. Das geschieht meistens durch solche Personen, <a href="http://tierrechtsforen.de/4/3766">die nicht einmal wissen, was Veganismus überhaupt ist</a> und am liebsten auch keine einzige Studie durchgeführt oder sich vorhandene angesehen haben. Das hält sie schließlich nicht davon ab, ablehnende Pauschalurteile zu fällen.<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 180px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://veganekinder.de/album'><img src="http://veganekinder.de/img/veganekindergesichter150x150.jpg" alt=" " /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Gesunde vegane Kinder – laut manchen Ernährungs&shy;wissen&shy;schaftlern eigentlich nicht existent.</div></div>So wie trotz der Kenntnis der Kugelgestalt der Erde im Mittelalter die Fehlinformation der Scheibengestalt aus politischen Gründen verbreitet wurde, ist die heutige Ernährungs&shy;wissenschaft nicht weniger politisch. Während sehr vielen Menschen bekannt ist, dass Veganer eine niedrige Vitamin-B12-Aufnahme haben könnten (und bei nicht wenigen Menschen ist das das einzige, was sie über Veganismus wissen), ist praktisch unbekannt, dass Veganer grundsätzlich gute Werte bei einem anderen Vitamin, der Folsäure oder Vitamin B9, haben, obwohl die Durchschnitts&shy;bevölkerung viel zu wenig Folsäure aufnimmt.<sup>7</sup> Dennoch gibt es etliche Studien zum B12-Status bei Veganern, aber kaum Studien zum B9-Status. Nicht zuletzt deshalb, da man hier gezwungen wäre, etwas Positives über Veganismus zu sagen. Ähnlich unbekannt ist die gute Eisenversorgung (wie die o.g. Studienauswertung zeigte, war das schon vor knapp 50 Jahren bekannt), dennoch wird von der schlechteren Eisenversorgung der Vegetarier unhinterfragt auf Veganer geschlossen. <br />
Diese gezielte Nicht- und Fehlinformationen dienen der Aufrechterhaltung des Dogmas des ungesunden Veganismus. Solange das besteht, haben die Unveganer immer eine gute Ausrede zur Hand, sich nicht mit der ethischen Dimension ihres Verhaltens auseinandersetzen zu müssen. Dass in einer speziesistischen Gesellschaft die Ernährungs&shy;wissenschaft (bis auf Ausnahmen) einen entscheidenden Teil zu dieser Aufrecht&shy;erhaltung beiträgt, versteht sich.<br />
<br />
Aus der Geschichte zu lernen ist ratsam, um gleiche Fehler nicht zu wiederholen. Manche der heutigen Ernährungs&shy;wissenschaftler sind die Kleriker der Gegenwart, die Fakten ignorieren, die seit langer Zeit bekannt sind. Veganismus <i>darf</i> nicht möglich und gesund sein, da das die eigene Ideologie beeinträchtigen würde. Es bleibt zu hoffen, dass es neben den obigen Autoren und der ADA mehr werden, die solchen Kräften entgegensteuern und sich nicht scheuen, das etablierte Weltbild zu verändern.<br />
<br />
<small><font color="#666666"><u>________</u><br />
<b>1</b> <a href="http://veganismus.de/intro.html" title="Veganismus.de - Intro">http://veganismus.de/intro.html</a> [27.04.2010].<br />
<b>2</b> "The nutritional status of vegans and vegetarians", in: Proceedings of the Nutrition Society 26 (1967), S. 197-205.<br />
<b>3</b> Wobei Veganismus genau genommen natürlich keine Ernährungsform, sondern ein Lebensstil ist<br />
<b>4</b> Im englischsprachigen Raum ist der Protein-Mythos (Veganer hätten irgendwelche Versorgungsprobleme bei Proteinen) wesentlich stärker verbreitet als im deutschsprachigen.<br />
<b>5</b> Das ist eine Angabe für Proteinqualität. Der hier genannt Wert entspricht dem menschlicher Muttermilch.<br />
<b>6</b> Erst ab dieser Zeit stieg die Weltbevölkerung exponential an (die Zahl von vier Milliarden wurde "erst" 1980 erreicht). Gleichzeitig gab es erst seit knapp zwanzig Jahren "Massentierhaltung" im heutigen Sinne. Bis heute ist es bekanntlich nicht besser geworden, immer mehr pflanzliche Nahrung wird in der Tierausbeutungsindustrie verschwendet, während der Welthunger zunimmt.<br />
<b>7</b> http://www.bfr.bund.de/cd/8899#a8906 [27.04.2010].</small> 
            </div>
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        <author>
            <name>Martin Pätzold</name>
                    </author>
    
        <issued>2010-01-05T11:52:14Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Töten für den Artenschutz - Die Perfidie und Pseudologik der Öko-Tierausbeutung</title>
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                <div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 256px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://www.arpix.de/index.php?query=schwein&screen=1125&a=redirect&size='><img src="http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:1034.jpg" alt="Todeskandidaten" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Bisherige Ausbeutungs"rasse"</div></div>Der Begriff Biodiversität ist seit Kopenhagen zu einer größeren Bekanntheit gekommen und wird diese im laufenden Jahr noch steigern. Biodiversität ist grob gesagt der wissenschaftliche Begriff für Artenvielfalt sowie Vielfalt der Ökosysteme. In die Medien gelangt er zur Zeit durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), das unter der Schirmherrschaft von Ministerin Aigner steht, die sich im letzten Jahr vor allem durch <a href="http://www.maqi.de/presse/milchpropaganda.html" >primitive Milchpropaganda</a> ausgezeichnet hat. Dort werden im Jahr 2010, das das "Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt" ist, verschiedene Aktionen unter dem Motto "Biologische Vielfalt – Schutz durch Nutzung" durchgeführt. <br />
<br />
Dies läuft dort genauer gesagt unter dem Begriff "Agrobiodiversität", womit "alle Komponenten der biologischen Vielfalt" bezeichnet werden, "die für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Funktionieren der Agrarökosysteme von Bedeutung sind". Da wir uns alle ernähren müssen, klingt das auf den ersten Blick nicht weiter negativ, jedoch fallen in unserer unveganen Gesellschaft unter die Rubrik "Ernährung" bekanntermaßen auch die nichtmenschlichen Tiere, an deren Ausbeutung eine große Industrie und die Bequemlichkeit der Menschen interessiert sind - zwei starke Faktoren, die den Veganismus und dessen Folgen (bessere Gesundheit, mehr Ressourcen, enorme Reduzierung der Umweltbelastung durch Landwirtschaft) indirekt abwehren oder direkt bekämpfen.<br />
"Schutz durch Nutzung" heißt beim Landwirtschaftsministerium auf "gefährdete Nutztierrassen" bezogen also: je mehr Individuen dieser Arten für den menschlichen Konsum eingesperrt und umgebracht werden, um so besser ergeht es der Art. Statt einem "normalen Hausschwein" sollen in Zukunft "Bunten Bentheimer Schweinen" im Schlachthof die Kehle durchgeschnitten werden, und schon ist der Artenschutz perfekt.<br />
<br />
Töten für den Artenschutz ist nicht neu – in Neuseeland heißt es bei Artenschützern "nur eine tote Katze, ist eine gute Katze"<sup>1</sup> -, die Implikationen liegen hier jedoch auf einer ganz anderen Ebene. Nachdem in den letzten Jahren, im letzten nochmals verstärkt, <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html" >festgestellt</a> und auch in den Medien verbreitet wurde, daß der Unveganismus enorme ökologische Schäden verursacht, sehen die neusten Entwicklungen nach Gegenpropaganda aus. Jeder Unveganer war und ist als (zur Zeit unpopulärer) "Klimasünder" gebrandmarkt. Aigner und ihr Ministerium sind bereits zu <a href="http://tierrechtsforen.de/13/2066 " >Alibi-Eingeständnissen</a> gezwungen und empfehlen "weniger Fleisch" aus Umweltgründen. In Zukunft bietet das Konzept der "Agrobiodiversität" den Verbrauchern jedoch die Möglichkeit, einfach die "Nutztierrasse" zu wechseln, um sich als "Artenschützer" (und über ein paar Umwege auch als Umweltschützer) zu etikettieren und damit ihren Unveganismus in der Umweltdiskussion zu rehabilitieren. So heißt es beim Ministerium:<sup>2</sup><br />
<blockquote>Biologische Vielfalt in der Landwirtschaft ist auch nötig, damit die Ernährungs-, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sich an verändernde Umweltbedingungen wie dem Klimawandel oder neue Ansprüche von Verbrauchern an landwirtschaftliche Produkte anpassen können.</blockquote><br />
Töten gegen den Klimawandel, und die Welt ist gerettet. Da die Tierausbeutung bisher einen hohen Anteil am Treibhauseffekt hat (und in Zukunft haben wird), werden, um sie zu erhalten, vermeintliche <a href="http://tierrechtsforen.de/13/2020 " >Lösungen</a> entwickelt, die z.B. den Methanausstoß bei Kühen um kaum 15% reduzieren, aber zum "Greenwashing"<sup>3</sup> der Tierausbeutungs&shy;industrie ausreichen.<br />
<br />
Es wundert wenig, daß auch angebliche Umweltorganisationen wie Greenpeace auf diesen Zug aufspringen. War Otto Normalverbraucher als Unveganer bisher nur als "Klimasünder" gebrandmarkt, ist jeder Umweltschützer, der nicht vegan lebt, deutlich gesprochen ein elender Heuchler. Da man hier etwas schneller als die Politik denkt, wurde von Greenpeace bereits vor einigen Jahren die "Arche Warder" gegründet, wo die "Schutz durch Nutzung"-Ideologie Programm ist.<br />
<blockquote>Die Arche Warder [...] ist Europas größter Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen. [...] Die Arche Warder kämpft für die Erhaltung dieser gefährdeten Rassen. Durch Zucht sollen die wertvollen, alten Rassen erhalten werden, die Bestände vergrößert und damit ein Beitrag für die Landwirtschaft geleistet werden.</blockquote><br />
So heißt es auf dem offiziellen Internetauftritt.<sup>4</sup> Wird jedoch <a href="http://veganfeminist.blogsport.de/2009/12/30/briefwechsel-mit-greenpeace/" >nachgefragt</a>, eröffnet sich erst die ganze Breite dieses Rechtfertigungsversuchs für ihren Unveganismus.<br />
<blockquote>Die Arche ist davon überzeugt, dass man den Tieren wieder einen Marktwert verschaffen muss, wenn man sie erhalten will. Umso mehr die Verbraucher Fleisch von alten Nutztierrassen nachfragen, umso mehr werden sie wieder gezüchtet. Das Risiko des Aussterbens einer Rasse wird dann wieder geringer.<br />
So widersprüchlich es auch klingen mag: jeder, der z.B. ein Kotelett vom Bunten Bentheimer Schwein verzehrt, trägt aktiv zur Erhaltung dieser gefährdeten Rasse bei.</blockquote><br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://maqi.de/bilder/schweine.html'><img hight="256px" width="199px" src="http://maqi.de/photos/pix/schweine-leikhfabdnah.jpg" alt="Tierausbeutungsopfer" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die "Rasse" ändert sich, die Methode bleibt</div></div>Da wird sich das Schwein aber freuen, daß seine "Art" erhalten wird. Nein, Moment, es wird sich nicht freuen. Zum einen, weil es vielleicht gerade im Schlachthaus an der Kette hängt und mit Sterben beschäftigt ist, und zum anderen, weil ihm sein Leben wichtig ist und nicht ein abstraktes und absurdes Konzept von der Quantität genetischer Informationen. Dieses abstrakte Konzept zu schützen (was auf herkömmlichen Artenschutz zum größten Teil und auf "Nutztierartenschutz" zu 100% zutrifft), ist zutiefst speziesistisch. Geschützt wird hierbei das, was für die Menschen nützlich, d.h. ausbeutbar ist (ob wirtschaftlich oder ästhetisch-ideologisch), nicht das, was der Natur tatsächlich hilft. Ethisch entscheidend sind jedoch nur Individualrechte, egal wie gefährdet die Art ist.<br />
<br />
<br />
Nicht nur diese <i>Abart</i>igkeit machen den neusten Versuch, Tiermord als "Schutz" zu verkaufen, unglaubwürdig. Auch ein kurzes Nachdenken darüber, ob diese Methode für den wirklichen Artenschutz (der der Stabilität der Ökosysteme dient) nützlich ist, läßt diese Propaganda schlecht aussehen. Nimmt man das Schwein als Beispiel, sind alle im Zuge des Domestizierung gezüchteten Arten (alle außer den echten Wildschweinen) unnatürlich. Es sind Züchtungen, mit denen bestmögliche Nutzbarkeit (d.h. Ausbeutbarkeit) erreicht werden sollte und soll (mit anderen Worten: Qualzüchtungen, da die widernatürlichen Veränderungen wie die extrem schnelle Gewichtszunahme gesundheitliche Schäden bedingen). Ein Problem (angeblich gefährdete Arten) erst zu erzeugen und dann seine Ursache als Lösung zu verkaufen, ist primitive Pseudologik. Tatsächlich hätte ein Aussterben aller "Nutztierrassen" auf das wirkliche Ökosystem nicht die geringsten negativen Folgen, es wäre im Gegenteil die Wiederherstellung des natürlichen Zustandes (in dem neue Arten nur durch Evolution, nicht durch Züchtung entstehen).<br />
<br />
Der beste Schutz für das Ökosystem ist – damit schließt sich der Kreis – Veganismus. Es kann nur geschützt werden, wenn nicht 60% bis 80% der landwirtschaftlichen Fläche an den "Futtermittelanbau" für die Tierausbeutungs&shy;industrie verschwendet wird, von Umweltverschmutzung durch Abfälle (u.a. Tonnen über Tonnen <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/25-Frueher-war-alles-anders-Heute-ist-alles-Mist.html" >Gülle</a>) und der Methanerzeugung ganz zu schweigen. Alle Greenwashing-Versuche sind zum Scheitern verurteilt, denn eine ökologische Tierausbeutungs&shy;industrie kann es nicht geben, während Veganismus als Alternative so einfach ist. Und von der Umwelt abgesehen, ist Veganismus schlichtweg eine ethische Notwendigkeit.<br />
<br />
"Schutz durch Nutzung" bei empfindungsfähigen Lebewesen anzuwenden ist, gelinde gesagt, perfide. Hoffen wir, daß das Familienministerium nicht auf die gleiche Idee kommt (denn Kinderarbeit wieder zu legalisieren, würde der Geburtenrate sicher gut tun).<br />
<br />
<br />
<font color="#666666"><u>________</u><br />
<b>1</b> Katzen sind in Neuseeland keine einheimischen Tiere und da sie angeblich die einheimische Kleintierwelt bedrohen, wollen die extremeren Artenschützer die Katzen auszurotten.<br />
<b>2</b> bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Klima-und-Umwelt/BioVielfalt/JahrDerBiologischenVielfalt2010.html?nn=309768<br />
<b>3</b> bezeichnet die Methode, Unternehmen (hier: der Tierausbeutungs&shy;industrie i.A.) durch minimale Veränderungen ihrer umweltschädlichen Produktion, die effektiv kaum oder unwirksam sind, den Anschein von Umweltfreundlichkeit und/oder -unbedenklichkeit zu geben.<br />
<b>4</b> arche-warder.de</front color><br />
 
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            <name>Martin Pätzold</name>
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                <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 256px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://tierrechtskochbuch.de/rezepte/gemueseeintopf'><img src="http://tierrechtskochbuch.de/img.php?img=gemueseeintopf7&size=256" alt="Gemüse-Eintopf" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Gemüse-Eintopf ist Protest</div></div><blockquote>„Wir versuchen größtenteils vegan, also ohne Fleisch und Milchprodukten zu kochen, damit es jeder essen kann“<br />
(Salzburger Nachrichten, 30.10.09)</blockquote><!--http://www.salzburg.com/online/nachrichten/newsletter/Kochen-fuer-bessere-Uni.html?article=eGMmOI8V6qm4bhUwuqnAM8urxMdmsuWelxOx6JT&img=&text=&mode=--><br />
<blockquote>Im Flur gibt es Couscous und Linsen, rein vegan natürlich.<br />
(LVZ-Online, 27.11.09)</blockquote><!--http://campus.lvz-online.de/lvzs.site,postext,startseite,artikel_id,14591.html--><br />
<blockquote>einer Ecke im Erdgeschoss haben die Besetzer eine provisorische Küche eingerichtet, wo mittags und abends gekocht wird, und zwar ausschließlich vegan. <br />
(Badische Zeitung, 24.11.09)</blockquote><!--http://www.badische-zeitung.de/so-organisieren-die-besetzer-den-protest-im-audimax--23155421.html--><br />
<blockquote>Zu den Artisten sind natürlich auch die Kochkünstler zu zählen, die schon ab der ersten Nacht die hungernden Besetzer mit köstlichen veganen Gerichten oder Crepes vom „autonomen Crepes-Stand“ versorgen.<br />
(fudder, 18.11.09)</blockquote><!--http://fudder.de/artikel/2009/11/18/typologie-der-audimax-besetzer/--><br />
<blockquote>Die vegane Volxküche des Hörsaals ist noch warm<br />
(nachrichten.at, 09.11.09)</blockquote> <!--http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,290498--><br />
Ob Wien, Leipzig, Freiburg oder Linz, fast überall gibt es Studentenproteste und fast überall wird vegan gekocht. Und das ist kein Einzelfall. Auch bei anderen Zusammenhängen - von Protestveranstaltungen wie den G8-Gipfel-Demos, über politische Kongresse wie den Bundeskongressen der Grünen Jugend bis hin zu lokalen Volxküchen - ist die Essensversorgung vegan. <br />
<br />
Sicher liegt es zum Teil daran, daß auf alle Teilnehmer Rücksicht genommen werden soll und veganes Essen dabei der kleinste gemeinsame Nenner ist, aber dennoch machen die Veganer nur einen kleinen Teil der Teilnehmer aus und diese Rücksichtnahme ist somit nicht selbstverständlich. Die Ursache kann woanders vermutet werden. Es ist nicht nur Rücksichtnahme allein, sondern auch das Bewußtsein, daß Veganismus eine Frage der Konsequenz sozialer Proteste überhaupt ist. Wenn man gegen Unrecht demonstriert, kann man nicht glaubwürdig bleiben, wenn man dem Unrecht milliardenfachen Massenmords an Tieren durch die "Nahrungsmittel"-Industrie gleichgültig gegenübersteht. Veganismus ist nicht "nur" eine Ernährung (schon deshalb nicht, weil es den ganzen Lebensstil betrifft), "nur" eine Verweigerung (und erst recht kein "Verzicht") oder die Umsetzung der persönlichen Konsequenz, sondern es ist auch eine Protesthaltung an sich, ein gelebter Widerstand gegen tagtäglich millionenfaches Unrecht an Tieren, die nicht für sich selbst sprechen können. Jede vegane Handlung, wie es schon eine einzelne, betont veganen Mahlzeit ist, steht als Symbol dafür, wie man es besser machen kann: indem man seine Ernährung nicht auf das problemlos vermeidbare Leid und den unnötigen Tod der Tiere begründet. Es ist das Haar in der Suppe jedes Eßtischtäters, der meint, weil sich "alle" unvegan ernähren würden, müsse er sich nicht dafür rechtfertigen.<br />
<br />
Daß der Veganismus durch solche - wenn auch kleine - Bemerkungen in Zeitungsartikeln über die Studentenproteste Beachtung findet, ist erfreulich zu sehen. Gerade aufgrund des positiv konnotierten Zusammenhangs, der in sonstigen Artikeln, in denen Veganismus erwähnt wird, selten zu finden ist - hier gibt es nämlich keine dümmlichen Kommentare über angeblichen Nährstoffmangel oder andere Unwahrheiten. Veganes Essen wird nicht als "ungesund" oder schlecht schmeckend diffamiert, sondern als ein akzeptierter Standard unter Menschen, die über den eigenen Tellerrand hinaussehen, dargestellt. Und das ist die richtige Richtung auf dem Weg zu dem, was der Veganismus einmal werden soll: eine Selbstverständlichkeit. 
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            <name>Martin Pätzold</name>
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                <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 256px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://arpix.de/img/f:80.jpg'><img src="http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:80.jpg" alt="Rinder" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt"><a href="http://tierrechtsforen.de/13/2020" >"Biorinder" sind klimaschädlicher als "normale"</a> - laßt uns "normale" Rinder ausbeuten</div></div>Veganismus, das steht seit der Definition des Begriffes durch seinen Erfinder Donald Watson im Jahr 1944 fest, ist die persön&shy;liche Konse&shy;quenz der ethischen Einstellung, jegliche Tieraus&shy;beutung abzulehnen. Mehr als sechzig Jahre später haben es (wenig über&shy;raschend) hauptsächlich Unveganer geschafft, Veganismus auf die Ernährung zu reduzieren und als Mode&shy;erscheinung oder eben als "umwelt&shy;schützende Ernährungs&shy;weise" zu diskreditieren. <br />
<br />
"Umwelt-" oder <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/38-Klimaveganer.html">"Klima-Veganismus"</a> ist nicht nur kein Veganismus, da es auch Bereiche der Tierausbeutung gibt, die keine nennens&shy;werte Schädlichkeit für die Umwelt haben (oder haben könnten) - wie "Honig" oder Tierversuche -, sondern er ist auch argumentativ unsinnig und kontraproduktiv. Alles, was keine ethische Motivation erzeugt, geht nicht nur am Kern des Veganismus (und damit an ihm selbst) vorbei, sondern provoziert auch "Lösungen", die auf der Ebene der Ethik (die dabei umgangen wird) genauso verwerflich sind, wie der Zustand zuvor. "Klima-Veganismus" und seine Verwendung als primäres Argument erzeugt keinen Veganismus, sondern eben nur "Lösungen" wie die Reduzierung der durch "Tierhaltung" verursachten Klimaschäden mittels <a href="http://tierrechtsforen.de/13/131" >veränderter Nahrung</a>, <a href="http://tierrechtsforen.de/13/2020" >"Züchtung" oder sonstigen Absonder&shy;lichkeiten</a>, die das Klima-Argument bedienen, aber nicht den Veganismus. Denn dieser ist (in allererster Linie) praktizierte Ethik: Auch Tiere, die CO2 verbrauchen und Sauerstoff erzeugen würden, hätten immer noch ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und sie auszubeuten und umzubringen wäre genauso ethisch verwerflich und damit unvegan wie zuvor. <br />
<br />
Einen kleinen Gipfel dieses argumentativen Unsinns erreichte der Vegetarierbund Deutschland, der zum diesjährigen Weltvegantag unter dem Slogan <a href="http://tierrechtsforen.de/2/7337">"Veganer dürfen Porsche fahren"</a> die Medien bediente, dem Veganismus aber keineswegs geholfen hat.<br />
<br />
Die ethische Implikation, die eine solche Argumentation erzeugt, ist nicht minder schädlich als das eigentliche Fehlen von Ethik dabei: Durch Unveganismus sterben (wenn man die statistisch nicht erfaßten ermordeten Fische schätzungsweise hinzuzählt) jährlich rund 100 Milliarden Tiere aufgrund der Bequemlichkeit der Menschen, Tierprodukte nicht durch Alternativen ersetzen zu wollen. Hierbei mit der Klimaschädlichkeit zu argumentieren, marginalisiert den Massenmord und stellt die Menge der freige&shy;setzten Gase als wichtiger als die Leben der Individuen dar. Was in jedem anderen Bereich undenkbar wäre - hat jemand den Völkermord in Ruanda verurteilt, weil die Leichen klimaschädliche Gase freisetzten? - ist beim Thema Veganismus dank der Un- und Pseudoveganer bereits völlig normal.<br />
<br />
Veganismus ist die <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html">klimafreundlichste Ernährungsweise</a> und wird es mit der größten Wahrscheinlichkeit immer bleiben (schon aufgrund der simplen biologischen Tatsache, daß Tiere immer ein Vielfaches an Pflanzen konsumieren müssen, um Tierprodukte zu erzeugen). Wer jedoch weiterhin glaubt, die Klimafreundlichkeit als primäres (statt sekundäres) Argument benutzen zu müssen, wird mit genauso großer Wahrscheinlichkeit eine "klimafreundlichere" Tierausbeutung erreichen und nicht mehr. Veganismus hingegen ist ein ethischer Imperativ und nur das kann und muß das Ziel der Verbreitung der veganen Idee sein. 
            </div>
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        <link href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/46-Veganismus-und-Tierrechte-in-der-Politik.html" rel="alternate" title="Veganismus und Tierrechte in der Politik" type="text/html" />
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            <name>Martin Pätzold</name>
                    </author>
    
        <issued>2009-08-27T15:33:04Z</issued>
        <created>2009-08-27T15:33:04Z</created>
        <modified>2009-09-02T15:45:09Z</modified>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Veganismus und Tierrechte in der Politik</title>
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                <div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://arpix.de/img/f:1154.jpg'><img src="http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:1154.jpg" alt="FDP-Wahlplakat" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Mehr Rechte für Kinder, nicht für Hühner</div></div>Trotz der verheißungsvollen Überschrift fällt diese erste, kleine Bestandsaufnahme nicht sehr positiv aus. Denn genau genommen ist beides noch nicht vertreten. <br />
<br />
Es gibt zwar bereits international Parteien, die "für die Tiere" zu sein vorgeben (<a href="http://tierrechtspartei.de/partij-voor-de-dieren">"Partij voor de Dieren"</a>, <a href="http://tierrechtspartei.de/animals-count">"Animals Count"</a>, <a href="http://tierrechtspartei.de/pacma">"PACMA - die Antistierkampfpartei"</a> oder <a href="http://tierrechtspartei.de/sozialistische-arbeiterpartei-spaniens">"Partei für Menschenaffenrechte"</a>), allerdings ist das nur ein hübsches Aushängeschild. In Wirklichkeit betreiben sie den für die Tierrechte extrem schädlichen <a href="http://tierrechtspartei.de/tstr">Tierschutz</a>, legen keinen Wert auf die Forderung an ihre Mitglieder, Tierausbeutung selbst nicht zu unterstützen (sprich: vegan zu werden), sondern sind in erster Linie an Spenden interessiert. Genau das gleiche trifft in Deutschland für die <a href="http://tierrechtspartei.de/tierschutzpartei">"Tierschutzpartei"</a> zu. Ironischer Weise liegt das Parteiprogramm der deutsche <a href="http://tierrechtspartei.de/feministische-partei">"Feministischen Partei"</a>, die augenscheinlich keine "Tier"-Partei ist, am nächsten an Tierrechtsvorstellungen - wobei man auch hier nach einer Umsetzung auf Parteiebene lange suchen kann.<br />
<br />
Die großen deutschen Parteien haben - wie könnte es in einer speziesistischen Gesellschaft anders sein? - keinerlei Tierrechtsziele in ihren Programmen. Zwar "informieren" diverse Tierschutzorganisationen (auch solche, die sich fälschlicherweise als Tierrechtsorganisationen etikettieren) über angeblich tierrechtsrelevante parteipolitische Ziele bei CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken, aber diese Ziele bestehen lediglich aus diversem Tierschutzunsinn: "Strengere Haltungsvorgaben" (als ob die Tiere nicht unabhängig von der "Haltung" ausgebeutet und ermorden würden), Verbot von "Affenversuchen" (was lediglich die Zahl der Versuche an anderen Tieren erhöht), Durchsetzung der Verbandsklage (als ob das Tier"schutz"gesetz, worauf sie sich berufen würden, Tieren helfen, statt ihre Ausbeutung legitimieren würde) usw. Eine <a href="http://tierrechtspartei.de">Tierrechtspartei</a>, die sich für das zentrale wirklich tierrechtlerische Ziel, die totale Abschaffung der Tierausbeutung statt deren Reform, einsetzt, gibt es weiterhin nicht. Wenn die Tierrechtler <a href="http://tierrechtsforen.de/1/7463">wählen gehen</a>, werden sie also einmal mehr nur das kleinere dieser großen Übel zur Auswahl haben. <br />
<br />
Einzig Veganismus hat sich in geringem Maße in der Politik niedergeschlagen. So gibt es mehrere Politiker, die nach (wenn auch schwer zu überprüfenden) Berichten vegan sein sollen (<a href="http://tierrechtspartei.de/dennis-kucinich">Dennis Kucinich</a>, <a href="http://tierrechtspartei.de/janez-drnovsek">Janez Drnovšek</a>, <a href="http://tierrechtspartei.de/chamlong-srimuang">Chamlong Srimuang</a> und <a href=" http://tierrechtspartei.de/hujia">Hu Jia</a>). Jedoch kann dabei oft vermutet werden, daß es sich nur um <a href="http://maqi.de/glossar/vegankoestler">Veganköstler</a> handelt, bei denen gesundheitliche Motive statt ethischen im Vordergrund stehen. Unter deutschen Politikern wurden bisher zwei Veganerinnen bei den Grünen entdeckt (<a href="http://tierrechtspartei.de/skakeller">Ska Keller</a> und <a href="http://tierrechtspartei.de/kathrin-henneberger">Kathrin Henneberger</a>). Gemeinsam ist all diesen Politikern aber, daß sie ihren Veganismus kaum bis gar nicht in ihre Politik einbringen. Bei den Grünen allgemein dominieren ohnehin eher umweltrelevante oder tierschützerische Aspekte - die Grünenspitze findet selbst Vegetarismus übertrieben (wobei auch das natürlich <a href="http://vegetarier-sind-moerder.de">nicht viel besser</a> wäre). Unter den Junggrünen sieht es ähnlich aus - lediglich bei der von Kathrin Henneberger mitinitiierten Umstellung der BuKos auf vegan wurde immerhin angesprochen, daß für Unveganismus übrigens auch Tiere sterben.<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 288px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://tierrechtsforen.de/2/7162'><img src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/vegan-label-edeka.jpg" width="288" height="252" alt="'Vegan'-Label auf äußerst verdächtigen Erbsen" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Produktkennzeichnung als vegan: bisher wenig aussagekräftig, nutzlos oder gar irreführend</div></div>Neben den Parteien und Politikern gibt es im Bereich der Politik auch die Gesetzgebung. Hier hat (wieder im Gegensatz zu Tierrechten) Veganismus bereits Einzug in Gesetzestexte gehalten. So gibt das <a href="http://tierrechtsforen.de/7/3687/3813">Schweizer Deklarationsgesetz</a> eine Empfehlung für die Bezeichnung von Produkten mit dem Hinweis "vegan". So nötig eine sinnvolle und ausreichende Deklaration aufgrund der vielen <a href="http://tierrechtskochbuch.de/vegan/tierprodukte.html">verstecken Tierprodukte</a> wäre, so unnütz ist dieser Vorschlag, denn er definiert "vegan" als "keine Zutaten tierischer Herkunft enthalten[d]" und ignoriert die Unveganität vieler Zusatzstoffe, Trägerstoffe und Produktionshilfsstoffe. Solange es noch unvegane Stoffe in der Produktion ansonsten pflanzlicher Lebensmittel gibt, sollte es daher auch Ziel der Politik sein, ein ordentliches Deklarationsgesetz (für die EU wie für die Schweiz) zu verabschieden, das die vielen jetzigen Lücken schließt. Es würde Veganern Arbeit ersparen und die Hersteller sehr effektiv dazu zwingen, unvegane Produktion zu veganisieren, denn selbst Nichtveganer würden viele unvegane Produkte ablehnen, wenn sie wüßten, wofür "Schlachtabfälle" weiterverwendet werden (Gelatine für Saft, Rinderfett für Aromen usw.). 
            </div>
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            <name>Achim Stößer</name>
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        <issued>2009-07-23T04:04:00Z</issued>
        <created>2009-07-23T04:04:00Z</created>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Vegan-Label</title>
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                <div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 150px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganblumeshampoo.jpg'><img width='150' height='200'  src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganblumeshampoo.tmb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Shampoo mit "Veganblume"</div></div>Auf immer mehr Verpackungsetiketten finden sich "Vegan-Label", Zeichen, die vegane Produkte kennzeichnen sollen. Dies ist natürlich insofern ein enormer Fortschritt, als es zeigt, daß mehr und mehr Menschen vegan leben, so viele, daß die Hersteller es für nützlich halten, ihnen einen nicht unbeträchtlichen Teil der Verpackung (den sie schließlich auch anderweitig werbewirksam nutzen könnten) zu widmen, da sie sie als ernstzunehmende Zielgruppe erkannt haben. <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganerreis.jpg'><img width='200' height='150'  src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganerreis.tmb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Veganer Reis</div></div>Dem tut es keinen Abbruch, daß es bei vielen dieser Produkte ohnehin vergleichsweise unschwer zu erkennen ist, ob das, was sich da in der Packung befindet, vegan ist, etwa purem Wasser, Reis oder Spinat. Wohl aber, daß sich solche Label (auch, aber wohl nicht nur, das "V-Label" der Europäischen Vegetarier-Union) nur auf den Inhalt, nicht auf die möglicherweise <a href="http://tierrechtsforen.de/7/2999"  title="V-Label auf unveganen Verpackungen">unvegane Verpackung bezieht</a>.<br />
<br />
Erfreulicher wäre es allerdings, wenn genau die als vegan gekennzeichneten Produkte auch wirklich vegan wären. Tatsächlich wird nicht nur der Großteil der veganen Produkte bislang nicht entsprechend gekennzeichnet (und das betrifft nicht nur unverpackte Lebensmittel wie Obst und Gemüse), darüberhinaus erhalten auch <a href="http://maqi.de/txt/schwarzeliste.html"  title="schwarze Liste vermeintlich veganer Produkte">unvegane Produkte</a> immer wieder  <a href="http://tierrechtsforen.de/7/2793/2854"  title="(un)vegan-Label">fälschlich Vegan-Label.</a> Statt naiver Euphorie angesichts sprießender Vegankennzeichnungen wäre es also angebracht, die Augen aufzumachen.<br />
<br />
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 200px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganemolke.jpg'><img width='200' height='150'  src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganemolke.tmb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Hartweizengrieß ohne Label (links) und  "veganer" Weich&shy;weizen&shy;grieß  mit Label und "Molkenerzeugnis"</div></div>So hat auch Netto, ein Lebensmitteldiscounter der Edeka-Gruppe, mittlerweile einige seiner Produkte mit einem eigenen "Vegan-Label" <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 150px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganesmolkeerzeugnis.jpg'><img width='150' height='200'  src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/veganesmolkeerzeugnis.tmb.jpg" alt="" /></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Vegan? (näher betrachtet)</div></div> (wohl da das "V-Label" respektive die "Veganblume" geschützt sind bzw. Lizenzgebühren kosten) versehen. Unter anderem auch den Weichweizengrieß. Während der Hartweizengrieß (der nur aus Hartweizen besteht und wohl vegan sein dürfte) das Zeichen nicht trägt - vermutlich werden die Verpackungen gerade umgestellt und dies sind noch ältere Packungen - enthält der Weichweizengrieß, wie deutlich ausgezeichnet ist, Molke - ist also entgegen der Kennzeichnung definitiv <i>nicht</i> vegan. Nur sind leider nicht alle unveganen Produkte, die als vegan gekennzeichnet sind, so leicht zu erkennen.<br />
<br />
Hier stellt sich also die Frage, wozu solche absurden Kennzeichnungen gut sein sollen. Letztendlich sollte ein V-Label so überflüssig sein wie ein Label, das Zeitschriften am Kiosk als kinderpornofrei kennzeichnet.<br />
<br />
[Nachtrag (5. September 2009): Aktuelles hierzu im <a href="http://tierrechtsforen.de/2/7162"  title="Unvegan vegan gelabelt">Veganismusforum</a>, u.a. weitere eindeutig oder potentiell unvegane Produkte mit "Vegan-Label".] 
            </div>
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            <name>Martin Pätzold</name>
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        <issued>2009-06-30T09:34:00Z</issued>
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                <a class='serendipity_image_link' href='http://arpix.de'><img style="float: right; border:0px; padding-left:5px; padding-right:5px;" src="http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:1058.jpg" alt="ungewöhntlich viel Realität"/></a>Vor einigen Jahren wurden Menschen, die sich für Tierrechte einsetzten, belächelt und nicht ernstgenommen. Keiner der professionellen Tierausbeuter hätte es damals in irgendeiner Weise für nötig erachtet, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, denn das Mordgeschäft lief durchweg gut und in Anbetracht einer Vergangenheit mit Tausenden Jahren bar jeder Moral für nicht-menschliche Tiere bedurfte es keiner zusätzlichen Rechtfertigung ihres Tuns. <br />
Diese Zeiten scheinen vorbei, denn was niemand erwartet (oder auch nur annährend für möglich gehalten) hätte, ist eingetreten: immer mehr Menschen dehnen ihre Moral auf nicht-menschliche Tiere aus. Nach diesem ersten Schock für alle, die vom Tod und Leid anderer leben, bemerken einige von ihnen erst jetzt, wie schädlich Ethik und Moral für ihr blutiges Geschäft ist. Zusätzlich stehen sie plötzlich unter Rechtfertigungsnot, denn Argumente, die ihre Morde rechtfertigen, haben sie bisher nie gebraucht und das, was sie sich jetzt kläglich zusammensuchen, endet argumentativ in Sackgassen, widerspricht sich selbst oder ist so lächerlich, daß sogar sie selbst die Wirkungslosigkeit bemerken. <br />
<br />
Billige Indoktrination auf der Ebene von <a href="http://veganismus.ch/foren/read.php?f=15&i=16494&t=16373&isvisible=1">Kinderbüchern</a>, die nicht nur gekonnt aussparen, sondern auch noch voller inhaltlicher Fehler stecken, gibt es schon länger. Neu hingegen sind aktive Maßnahmen. Daß ihre Bedrängnis zunehmend wächst, zeigen die jüngsten Beispiele von solchen "Gegenangriffen", durchgeführt von Organisationen, kleineren Verbänden oder Einzeltätern. (Nur die CMA kann leider nicht mehr mitspielen, seitdem ihre Finanzierung durch Zwangseinnahmen für gesetzwidrig erklärt wurde.)<br />
<br />
Aktuell bemühen sich v. a. Einzeltäter darum, ihre "Tätigkeit" vor Kindern gutzustellen, denn, so wörtlich: "Es ist wichtig, dass die Kinder das wissen, schließlich sind das die Verbraucher von morgen." Was allerdings "das" ist, was sie wissen sollen, scheint für sie Interpretationssache. Hier ein paar Beispiele:<br />
<br />
<blockquote> Der sechsjährige Elias zeigt sich vom Leben auf dem Bauernhof sehr beeindruckt: "Am besten waren die Babykatzen. Aber die Maschinen fand ich auch toll, denn ich bin ja selbst ein Erfinder!" Bezüglich der kleinen Katzen ist Alina (5) seiner Meinung. Sie faszinieren allerdings auch die Kühe. "Die sind so schön", sagt sie begeistert. ("'Die Kühe sind so schön!'", Allgäuer Zeitung, 19.06.2009<!-- http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/kaufbeuren/Kaufbeuren-fotobox-kindertag;art2759,591273 --->)</blockquote> <br />
<blockquote>Gestern konnten die Grundschüler mit den Tieren auf Tuchfühlung gehen: Küken und Kaninchen streicheln, Hähne krähen hören, Eier anfassen. Auf dem Hof konnten die kleinen Gäste landwirtschaftliche Technik bestaunen und zum Beispiel ins Führerhäuschen eines der riesigen Traktoren klettern. ("Schüler lernten viel beim Projekttag mit den Kleintierzüchtern", Märkische Allgemeine, 20.06.2009<!--http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11538706/61469/Schueler-lernten-viel-beim-Projekttag-mit-den-Kleintierzuechtern.html-->)</blockquote> <br />
<blockquote> Die Kinder erkundeten das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof hautnah. Sie bestaunten die indischen Laufenten, die nur Nacktschnecken fressen und den Salat stehen lassen, streichelten Kater Peter und Berner Sennenhündin Cindy. Im Hühnerstall dann erklärte Petra Keidel den Kindern, wie die Hühner leben, wie sie gefüttert werden und woher die Eier kommen, bevor sie von einem Laufband in Schachteln verpackt direkt ab Hof oder in den Geschäften von Rimpar verkauft werden. Um den Geschmack der Eier zu testen, durften die Kinder gleich einmal die Eiern der Hühner kosten. ("Eier von glücklichen Hühnern", Mainpost, 22.06.2009<!--http://www.mainpost.de/lokales/wuerzburg/Eier-von-gluecklichen-Huehnern;art736,5175535-->)</blockquote> <br />
Daß alle diese interessanten und "schönen" Tiere (Katzen, Kühe, Hühner, Kaninchen) nicht mehr lange leben werden, wurde wahrscheinlich nur aus Versehen vergessen zu erwähnen. Wir wollen schließlich nicht behaupten, sie würden hier absichtlich unangenehme Tatsachen aussparen. <br />
Auch die "Erklärungen" eines Berufsmörders sind keineswegs einseitig:<br />
<br />
<blockquote>Karsten Neumann, Revierförster für das Revier Krempendorf und für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Einsatz, vermittelte den Kinder Wissenswertes über Artenschutz im Wald und erklärte angewandte Naturschutzprojekte: die Igelburg, Fledermausnistkästen, Tastboxen, Tafeln über heimische Pflanzen und Tiere, Vögel und Fische sowie Pilze, das Insektenhotel und vieles mehr. ("Schüler lernten viel beim Projekttag mit den Kleintierzüchtern", Märkische Allgemeine, 20.06.2009<!--http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11538706/61469/Schueler-lernten-viel-beim-Projekttag-mit-den-Kleintierzuechtern.html-->)</blockquote><br />
Denn was "wissenswert" ist, sollte man nicht so pauschal sehen. Natürlich fehlen auch hier die einen oder anderen Hinweise zu Tausenden erschossenen Tieren, die, damit die Population nicht sinkt, was das Erschießen erschweren würde, im Winter reichlich mit Nahrung versorgt werden (was natürlich weitere "gute Taten" sind). Daß potentielle "Konkurrenten" systematisch ausgerottet werden (Luchs, Bär), bei versuchter Neuansiedlung selbst gegen das "Artenschutzgesetz" erschossen werden (Wolf) oder am Rand der Ausrottung sehen (Fuchs), ist natürlich genauso wenig "wissenswert". <br />
<br />
Die "Informationen" zu den "täglichen" Tierqualprodukten weisen ähnliche "Lücken" auf:<br />
<br />
<blockquote>Als sich am nächsten Vormittag auch das letzte der sechs Küken mit seinem Schnabel aus dem Ei gepickt hatte und dabei die Hilfe einer Erzieherin mit der Pinzette genoss, machte es sich die gefiederte Sechser-Bande in einer Kiste mit Rotlicht und Wärmflasche gemütlich, ehe es auf die Reise auf den Bauernhof nach Heggen ging. ("Küken im Kindergarten", Der Westen, 18.05.2009<!--http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/plettenberg/2009/5/18/news-120224211/detail.html"-->)</blockquote> <br />
<blockquote> Eine Woche lang können die Kinder die Küken in unserem neuen Kükenschaukasten bewundern.<br />
Einmal am Tag ist streicheln angesagt. Gemeinsam mit den Erzieherinnen dürfen die Kinder die Küken in die Hand nehmen. Danach kommen Küken in die Zuchtanlage von Hermann Lakemann und werden dort bestimmt des öfteren vom Kindergarten Besuch bekommen. ("Brutmaschine im Kindergarten", GZV-Morsum, 29.06.2009<!--www.gzv-morsum.de/html/brutmaschine_im_kindergarten.html-->)</blockquote>  <br />
Aber ganz sicher werden die Hühner das, denn die Kinder können zum Glück nicht sehen, daß es nicht mehr dieselben sein werden. Und von allen Anstrengungen, Kindern "den Weg ihres täglichen Essens" näher zu bringen, reicht der Abschnitt von der Geburt bis zum niedlichen, kleinen Küken völlig aus. Der Abschnitt, der bei "industrieller Zucht" (auch wenn das hier nicht der Fall ist) danach kommt und für die männlichen Küken schon nach wenigen Stunden im Müllcontainer endet und für die weiblichen nach einem Jahr Ausbeutung mit durchgeschnittenem Hals, bleibt auch ganz nebenbei unerwähnt. <br />
Eigenartiger Weise gibt es nur solche "Berührungen" mit der "Kükenzucht". Als eine riesige "Zuchtbrüterei" in Betrieb genommen wurde, wie <a href=" http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/THEMA_DES_TAGES_REGIONAL/1460001.html">Anfang dieses Jahres</a>, wurde keine Presse zugelassen wegen negativer "Berichterstattungen". Dabei könnte lediglich gezeigt werden, was real vorhanden ist und das ist doch angeblich völlig harmlos. Anscheinend ist die Verbreitung der Realität doch nicht so erstrebenswert, wie sonst immer versichert wird. <br />
<br />
Es verwundert daher kaum, daß bei einem "Schlachtfest" den Kindern nicht gezeigt wird, wie die Tiere umgebracht werden (solche "Nebensächlichkeiten" sind schließlich unwesentlich). Ein "Streichelzoo" reicht völlig:<br />
<br />
<blockquote> Auch an den Nachwuchs wurde gedacht. Heinrich Wächter vom Köcheclub bereitete mit Kindern die „Gelsenkirchener Designer-Kniffte”, ein Fleischbrät, das wie eine Waffel zubereitet und im Ciabatta-Brot mit Salat serviert wird, zu. Im Streichelzoo gab es Tiere, diesmal sogar am Stück und lebendig. ("Es geht um die Wurst", WAZ, 28.06.2009<!-- http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gelsenkirchen/2009/6/28/news-123974025/detail.html-->)</blockquote><br />
Gleichermaßen hat die Politik inzwischen die "Notwendigkeit" begriffen, aktiv Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten, um der Gefahr der ethischen Ernährung für die Tierausbeutungsindustrie entgegenzuwirken. Aktuell bezieht sich das auf eine <a href="http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&i=1922&t=1922">Kampagne</a> der Landwirtschaftsministerin, die zeigen will, "wie wichtig und gesund [Kuh-]Milch für die tägliche Ernährung ist". Mit anderen Worten: die nicht zeigen will, mit wieviel Tod dieses weiße Blut verbunden ist. (Sie erdreistet sich im Übrigen selbst zu Aussagen wie "Die Milchbauern pflegen mit ihren Kühen die vielfältigsten Lebensräume unserer Kulturlandschaften - Wiesen und Weiden mit den zahlreichen Pflanzen- und Tierarten". Wie sehr durch die Zubetonierung mit Ställen "Wiesen und Weiden" "gepflegt" werden, kann sich wohl jeder selbst denken.)<br />
Die argumentative Bedrängnis solcher Propagandisten zeigt sich an Aussagen wie folgender:<br />
<blockquote>Im Kuhstall erklärt Bäuerin Christine Rosskopf, warum nicht alle ihrer 18 Kühe Milch geben: "Erst wenn sie gekalbt haben, gibt es Milch." ("Die Milch kommt nicht aus dem Tetrapak", Augsburger Allgemeine, 26.06.2009<!--http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&i=1928&t=1922-->)</blockquote><br />
Und damit ist die "Erläuterung" bereits an ihrem Ende. Zwar können sie nicht mehr verleugnen, daß die Kühe zwangsbesamt werden (daß es jährlich geschieht, wird hier allerdings nicht erwähnt), aber was dann mit den <a href="http://maqi.de/photos/pix/kaelber-tot.jpg">Kälbern</a> geschieht, ist mal wieder nebensächlich. <br />
<br />
Auch der Bauernverband hat Mitarbeiter und Mitglieder dazu aufgefordert, persönlich (und anonym) <a href="http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&i=1916&t=1916" >Propaganda zu betreiben</a>. Das Eis wird dünner und dünner. <br />
Sie alle bemerken offenbar nicht, daß sie das Unvermeidliche nur hinauszögern. Wenn ihren Propaganda- und Indoktrinationsopfern schließlich die "zufällig" vergessenen, weil unliebsamen Fakten nachgetragen werden, bricht ihre mühsam aufgebaute Fassade einer heilen Ausbeuterwelt unweigerlich zusammen. Denn auch der Anblick von tausend niedlichen Küken hilft nun einmal nichts, wenn sie dabei vergast auf einem Haufen liegen.<br />
 
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        <link href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/43-Bildung-macht-gruen.html" rel="alternate" title="Bildung macht grün?" type="text/html" />
        <author>
            <name>Martin Pätzold</name>
                    </author>
    
        <issued>2009-04-07T19:52:14Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Bildung macht grün?</title>
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                <a class='serendipity_image_link' href='http://arpix.de'><img style="float: right; border:0px; padding-left:5px; padding-right:5px;" src="http://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:981.jpg" alt="höchstwahrscheinlich Unterschicht"/></a>Die CMA hat bereits aufgegeben. Der Schweine"bestand" ist auf einem Rekordminimum. Wir stehen kurz vor Vollendung einer veganen Gesellschaft. Denn niemand will mehr verwesende Körperstücke toter Tiere essen. Niemand? Nicht ganz, laut einer neuen <a href="http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&i=1887&t=1887" >Studie</a> vor allem nicht die "Gebildeten" und Wohlhabenden, hingegen wird es noch massenweise von der geistigen, äh, sozialen "Unterschicht" konsumiert. <br />
Also nochmal: ein Teil der Gesellschaft verschmäht Leichenteile als <a href="http://schweizer-fleis.ch/minderwertiger-tofuersatz" >minderwertigen Tofuersatz</a>. Aber wieso eigentlich? <br />
Der Autor der Studie schiebt die Schuld vordergründig auf den "Gammelfleisch"-Skandal, übersieht aber, daß es dadurch mehr Kontrollen gibt, sodaß die Wahrscheinlichkeit, an dergleichen hausgemachte Delikatessen zu geraten, geringer ist als in den Jahren davor. Das gleiche gilt für <a href="http://antispe.de/txt/rheingoldstudie.html" >BSE</a> oder andere "Tierseuchen", auf die vermehrt getestet wird, sodaß auch hier wiederum der Konsum unbedenklicher sein müßte. Gesundheitliche Aspekte können demnach nicht hinter diesem Gesinnungswandel stehen. Erst recht nicht, da all die "Gebildeten" schließlich von den Meinungen und Empfehlungen völlig unparteiischer "Wissenschaftler" Kenntnis haben, die Himmel und Gott beschwören auf keinen Fall ganz auf "Fleisch" zu "verzichten". Weniger gerne, aber ohne kann nicht gut sein. Und wer auch noch auf Kuhmilch "verzichtet", wie all diese kranken und blassen Veganer, der handelt gesundheitlich verantwortungslos, denn nur dank dieser und ihres vielen Kalziums gibt es in der westlichen Welt nicht die geringste Spur von Osteoporose, erst recht nicht als bekannte Zivilisationskrankheit.<br />
Der unbedarfte Beobachter könnte nun natürlich ohne nachzudenken mit dem moralischen Zeigefinger in der Luft wedelnd ethische Einsicht für die veränderte Konsumhaltung anführen. Aber damit würde dieser kleinliche Moralist nur seine Unkenntnis zur Schau stellen. Denn durch die eifernden Bemühungen all der <a href="http://www.tierrechtspartei.de/tstr">Tierschützer</a>, die gänzlich selbstlos motiviert sind (sie nehmen keine Spenden und machen das auch nicht zur Gewissensberuhigung), sind die "Haltungsbedingungen" heute besser als früher: die Hühner freuen sich noch über Sitzstangen, wenn ihnen nach ein paar Monaten der Hals aufgeschnitten wird, die Tiertransporte legen viele Pausen ein, damit die Fahrt zum Schlachthof recht angenehm wird (was dann kommt ist egal) und die Kühe haben vorbildlichst gepflegte "Klauen", wenn ihnen das Bolzenschlußgerät an den Kopf gesetzt wird. Allen geht es also prächtig. Und die Erfolgssträhne reißt nicht ab, vielleicht werden die männlichen Küken bald nicht mehr mit herkömmlichem Kohlenmonoxid vergast, sondern mit "artgerechtem Bio-Kohlenmonoxid".<br />
Apropos Vergasen. Die Studie vermutet auch noch einen weiteren Grund: wenn eine "Tierfabrik" in der Nähe von Ortschaften gebaut wird, störe das die Leute sehr. Und das kann man freilich verstehen. Güllegeruch und Leichengestank sind einfach unappetitlich. Gerade beim Mittagessen, wenn Herr oder Frau Verbraucher sich das "Schnitzel" einverleiben will, ist es schlichtweg eine Zumutung, durch dergleichen Gerüche an die Herkunft und den "Entstehungsprozeß" des besagten Essens erinnert zu werden. Dann doch lieber dort bauen lassen, wo man nichts sehen oder hören oder riechen muß, und sich in Ruhe in Mund vollstopfen. Außerdem ist gerade jetzt zu Ostern der "Ei"konsum bedenkenlos möglich, schließlich werden die Legebatterieneier lediglich aus dem Ausland importiert und nicht etwa hier hergestellt - wieder dank unermüdlicher Tierschutzbemühungen (man kann sie nicht oft genug loben). Aber zurück zu den "Tierfabriken vor Ort": "Gebildete" Menschen leben unterdurchschnittlich häufig in kleinen Ortschaften oder auf dem Land, insofern ist dieses Argument reichlich schlecht recherchiert. <br />
So bleiben wir mit einem Rätsel zurück. Das gute deutsche "Fleisch" hat ein Imageproblem (sowas hätte es früher nicht gegeben!), sodaß selbst <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/41-Kuenstliche-Leichenteile.html" >PeTAs Bemühungen</a> wenig helfen werden (und dabei hat <a href="http://maqi.de/txt/petagegentierrechte.html" >PeTA</a> grundsätzlich die besten Ideen). <br />
Vielleicht sollte man das "Fleisch" einfach lila färben und umbenennen, dann wird das schon wieder werden. Denn "gebildet" oder nicht, heutige Konsumenten schauen auch weiterhin nur auf den Teller und nicht darüber hinaus. Und wenn die Industrie das nicht erkennt, ist sie selbst schuld. <br />
<br />
 
            </div>
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        <link href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/42-Ein-weiterer-Pyrrhussieg.html" rel="alternate" title="Ein weiterer Pyrrhussieg" type="text/html" />
        <author>
            <name>Martin Pätzold</name>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Ein weiterer Pyrrhussieg</title>
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                Wieder haben die Tierschützer einen Erfolg zu feiern. Diesmal geht es aber nicht darum, daß Tiere in <a href="http://www.antispe.de/txt/pyrrhussieg.html" >größeren Käfigen</a> oder einer <a href="http://veganismus.ch/foren/read.php?f=13&i=1879&t=1879" >sauberen Umgebung</a> ausgebeutet werden, sondern die Anzahl der Tierversuche für einen speziellen Test wurde reduziert, wofür es natürlich gleich einen Tierschutzpreis zu verleihen gab.<br />
<blockquote>Die Wissenschaftler entwickelten ein Testsystem für die Gentherapie bei schweren Immundefekten oder Stoffwechselerkrankungen, das eine Vielzahl von Tierversuchen überflüssig macht. Waren vorher hundert Mäuse für eine Testreihe nötig, ist jetzt nur eine einzige notwendig. (<a href="http://www.zoomer.de/news/news-zoom/mixed/-/forschung-wissenschaftler-erhalten-preis-fuer-tierschutz" >Quelle</a>)</blockquote><br />
Und auch wenn es langsam zu einer ständigen Wiederholung wird, kann man es nicht oft genug sagen (und hoffen, das Wiederholen wirkt sich bei den Betreffenden positiv auf den Lernprozeß aus): solcher reformistischer Tierschutz wird nie zur Abschaffung der Tierausbeutung führen. <br />
Dabei sind es nichts anderes als die eigennützigen finanziellen Überlegungen, die zu solchen Veränderungen führen. Es ist schlichtweg billiger, weniger Tiere für das gleiche Ergebnis umzubringen und den verbleibenden Opfern hilft das genauso viel wie dem Gesamtfortschritt: nämlich gar nichts. Dabei wären auch in diesem Fall diese Tierrechtsverletzungen <a href="http://www.antispe.de/txt/nichtuebertragbarkeit.html" >keineswegs nötig</a>, denn auch hier wie sonst gilt, daß eine vegane Gesellschaft heute schon möglich wäre.<br />
Die Tierschützer mit ihrem <a href="http://www.tierrechtspartei.de/tstr" >Reformismus</a> aber helfen genau diese zu verhindern. Genauso wie <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/41-Kuenstliche-Leichenteile.html" >Pseudo-Tierrechtsorganisationen mit ähnlichen Ambitionen</a>. So kann man auch in diesem Fall nur wiederholen: das einzige, was den Tieren wirklich hilft, ist die völlig Abschaffung und nicht, wie es in einem <a href="http://idw-online.de/pages/de/news300840" >anderen Artikel</a> dazu heißt, die "Belastung" für die in den Tierversuchen eingesetzten Tiere "zu vermindern" oder "ihre Zahl zu verringern". Und erst dann – man achte auf die Bände sprechende Reihenfolge – heißt es dort: "oder sie ganz zu ersetzen".<br />
Was passiert, ändert man das System ohne die Menschen zu ändern (in diesem Fall: sie zum Veganismus zu führen), zeigte sich bereits mehr als deutlich am Beispiel des Rassismus. Nachdem die Sklaverei in den USA aus wirtschaftlichen, statt ethischen Gründen, beendet wurde, waren die betreffenden Menschen zwar formal keine Gefangenen mehr, aber der Rassismus und damit die Diskriminierung dieser war noch hundert Jahre lang Teil der offiziellen Staatspolitik und ist bis heute in den Köpfen der Menschen ein fester Bestandteil, der sich entsprechend regelmäßig auch in Taten äußert. <br />
Betreibt man heute Reformismus oder ersetzt 'echte' durch künstliche Leichenteile, wird sich das immer nur auf diese kleinen, eingeschränkten Bereiche auswirken (und das nicht einmal positiv) und prädestiniert damit der Abschaffung des Speziesismus eine ähnliche Entwicklung. <br />
Die Tierschützer (denen es angeblich wirklich um die Tiere geht) könnten statt dessen natürlich auch Tierrechte betreiben und Veganismus propagieren, aber das würde voraussetzen, sie hätten die Sache wirklich begriffen oder gar aus der Geschichte gelernt. Doch das ging nun wirklich zu weit. 
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        <link href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/41-Kuenstliche-Leichenteile.html" rel="alternate" title="Künstliche Leichenteile" type="text/html" />
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            <name>Martin Pätzold</name>
                    </author>
    
        <issued>2009-01-18T15:54:45Z</issued>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Künstliche Leichenteile</title>
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                <div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 256px"><div class="serendipity_imageComment_img"><a class='serendipity_image_right' href='http://www.silch.de/texturiertes-soja'><img src="http://www.silch.de/img.php?img=texturiertes-soja.jpg" alt="TVP" width="265" hight="199"/></a></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Soja-"Fleisch" - garantiert ohne Rinderblut</div></div>"In-vitro-Fleisch" (auch: "Kunstfleisch") ist tierliches Muskelgewebe, das nicht in Tieren gewachsen ist, sondern im Labor in einem Nährmedium. Diese Methode "Fleisch" herzustellen wird vor allem von Tierschützern, aber auch von manchen Tierrechtlern als zukunftsweisende Alternative gesehen, da der "Fleisch"-Nachfrage gedeckt werden könne, ohne Tiere zu züchten und zu schlachten. <br />
Dieser Enthusiasmus allerdings ist verfrüht, denn weder ist das Produkt vegan, noch eignet es sich als Überzeugungshilfe für den Veganismus. <br />
<br />
Vegan ist es nicht, da das Ausgangsmaterial von Tieren entnommen wird. Bisher ist es auch eine reine Wunschvorstellung, daß eine Zellkultur weiterbenutzt werden könnte. Es müssen also immer wieder neue Zellen von Tieren entnommen werden und selbst wenn das ohne direkte Schädigung der Tiere erfolgen könnte, müßten die Tiere weiterhin "gehalten", d.h. eingesperrt werden. Darüber hinaus ist auch das Nährmedium, in dem die Zellen wachsen, unvegan, so besteht es zum Teil aus Blut von Kälbern ("fötales Kälberserum"). Eine pflanzliche Alternative gäbe es wohl, sie ist aber nochmals wesentlich teurer.<br />
<br />
Als Überzeugungshilfe eignet es sich nicht, da es keine Überzeugungsarbeit leistet. Anstatt die Menschen von der ethischen Verwerflichkeit der Ausbeutung von Tieren zu überzeugen, werden ihnen Ersatzprodukte vorgesetzt, sodaß sie leicht in den Glauben verfallen, <i>sie</i> müßten sich nicht ändern, sondern die Gesellschaft habe sich darum zu kümmern, ihre Tierausbeutungsprodukte zu ersetzen (ob so oder mit vermeintlich <a href="http://tierrechtsforen.de/1/7477">schmerzunempfindlichen Tieren</a>). Und beim "Fleisch" endet die Ersatzleistung bereits. Niemand also auf die Idee kommen, Tiermilch, "Honig" oder Eier durch <a href="http://tierrechtskochbuch.de/vegan/alternativen.html" >Alternativen</a> zu ersetzen, oder nicht mehr in "<a href="http://maqi.de/bilder/zoo.html">Zoo</a>" oder "<a href="http://www.maqi.de/txt/zirkus.html">Zirkus</a>" zu gehen. Viel eher ist zu erwarten, daß sich durch diesen "Verzicht" auf die Ermordung von Tieren für "Fleisch", die Person ein gutes Gewissen gegenüber ihren sonstigen, tierausbeutenden Lebensweise bekommt und dadurch am Ende mehr andere Tierprodukte konsumiert und unter Umständen mehr Tierleid verursacht als zuvor. <br />
<br />
Auch aus tierrechtsstrategischer Sicht sollte man es gut überdenken, ob eine Bewerbung solcher Dinge sinnvoll ist. Es ist nicht nur unvegan und kann zu einer Gewissenberuhigung führen, die außerdem bereits heute einsetzen kann, wenn der entsprechende Unveganer einen "Verzicht" für unnötig hält, da er nur darauf warten müsse, bis die Forschung das Problem für ihn erledigt. Sondern es suggeriert außerdem, daß der "Fleisch"-Konsum das Problem des Unveganismus sei und nicht die Tierausbeutung insgesamt, sodaß ungewollte auch andere Bereiche (wie z.B. Vegetarismus) relativiert werden, obwohl ein Vegetarier unter Umständen mehr Tierleid verursacht als ein "normaler" Unveganer.<br />
Nicht zuletzt wird dieses Thema mit der Tierschutzorganisation <a href="http://maqi.de/txt/petagegentierrechte.html" >Peta</a> assoziiert, da sie für die Erforschung eines solchen "marktfähigen Produktes" ein Preisgeld ausgeschrieben hat<!-- http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/mensch/forschung-fleisch-aus-dem-reagenzglas_aid_355471.html -->, und jedem Tierrechtler sollten die Haare zu Berge stehen bei dem Gedanken, mit diesen Leuten in Verbindung gebracht zu werden. <br />
<br />
Anstatt jetzt oder eventuell in Zukunft seine Energie auf die Bewerbung solcher Dinge zu verschwenden, sollte man die Menschen zu einem wirklichen Umdenken bewegen, d.h. vom Veganismus überzeugen. Und Veganismus braucht solche Ersatzprodukte nicht, da es ausreichend abwechslungsreiche vegane Nahrungsmittel gibt, darunter Alternativen wie <a href="http://schweizerfleis.ch/tofuersatz">Tofu</a>, <a href="http://tierrechtskochbuch.de/vegan/search.php?q=seitan&titel=1">Seitan</a> oder <a href="http://silch.de/texturiertes-vegetabiles-protein">Sojaextrudat</a>.<br />
 
            </div>
        </content>

        
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        <link href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/40-Die-Subventionierung-der-Tierausbeutung.html" rel="alternate" title="Die Subventionierung der Tierausbeutung" type="text/html" />
        <author>
            <name>Martin Pätzold</name>
                    </author>
    
        <issued>2009-01-15T16:51:32Z</issued>
        <created>2009-01-15T16:51:32Z</created>
        <modified>2009-01-27T18:50:07Z</modified>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Die Subventionierung der Tierausbeutung</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Die unvegane Gesellschaft kostet nicht nur unzählige Tieren das Leben, sondern auch noch etliche Milliarden Agrarsubventionen, die aufgewendet werden, um sicherzustellen, daß die Unveganer ihre "Tierprodukte" möglichst billig einkaufen können. <br />
<a href="http://agrarheute.com/schwein/schwein/schweinehalter_verlieren_20_euro_pro_mastschwein.html?redid=251737">Eine Zeitungsmeldung</a> dieser Tage berichtet über die Geldverschwendung an Tierausbeuter:<br />
<blockquote>"Die Schweinehalter bekommen Ihre Arbeit nicht bezahlt und verlieren außerdem zurzeit 20,- € pro Mastschwein", so die ISN. "Einem Betrieb mit 1.000 Mastplätzen droht in diesem Jahr allein aus der Schweinehaltung ein Verlust von über 50.000,- €".</blockquote><br />
<br />
Daß die Leichenteile im Supermarkt trotzdem billig sind und solche unrentablen Betriebe immer weiter produzieren, liegt an den horrenden Summen, die Staat und EU dafür subventionieren. Im Jahr 2006 lag die <a href="http://www.bmelv-statistik.de/de/agrarbericht-daten-und-fakten/ausgewaehlte-daten-und-fakten-der-agrarwirtschaft/">EU-Förderung</a> allein für den Bereich der direkten Tierausbeutung bei 7,427 Mrd. Euro. Dem gegenüber liegt der Bereich der Produktion von pflanzlichen Produkten mit 5,118 Mrd. Euro, wobei hier nicht abgezogen ist, was an "Futtermitteln" auch zur Aufwendung für Tierausbeuter zu rechnen wäre, womit sich die Differenz nochmals stark vergrößern würde, die aber so schon bei 60% für den ersten Bereich liegt.<br />
<br />
Somit würde in einer veganen Gesellschaft sehr viel nicht mehr benötigtes Geld zur Verfügung stehen, das sinnvoll in andere Bereiche wie Bildung investiert werden könnte (denn die Parallelen zwischen mangelnder Bildung und Unveganismus sind frappierend). 
            </div>
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        <link href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/38-Klimaveganer.html" rel="alternate" title="Klimaveganer" type="text/html" />
        <author>
            <name>Achim Stößer</name>
                    </author>
    
        <issued>2008-07-30T05:43:53Z</issued>
        <created>2008-07-30T05:43:53Z</created>
        <modified>2009-07-26T15:47:09Z</modified>
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        <title mode="escaped" type="text/html">Klimaveganer</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a class='serendipity_image_link' href='http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/klimaveganer.png'><img width='200' height='195' style="float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/klimaveganer.tmb.png" alt="" /></a>Klimaveganer seien Veganer, die (analog zu Klimavegetariern) nicht aus tierrechtsethischen Gründen keine Tierprodukte konsumieren, sondern dies aus Gründen des <a href="http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html"  title="Klimaschutz: Umweltbundeamt - alle vegan">Klimaschutzes</a> tun, meint ein Kommentator der <i>Zeit</i> (Maximilian Grosser,  "Durch Fleischverzicht die Welt retten", 28. Juli 2008<!-- http://www.zeit.de/online/2008/31/weltvegetarier-kongress?page=all-->). Hierbei stellt er deutlich heraus, daß auch diesbezüglich Veganismus dem Vegetarismus ethisch haushoch überlegen ist:<br />
<blockquote>Doch der Gedanke an die Rettung der Welt ist wieder da und zwar viel überzeugender als von den militanten Tierschützern. Eine neuer Typ von Fleischverweigerern entsteht: der Klimavegetarier. [...] Ein Fünftel des weltweiten Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid geht laut FAO, der Weltagrarorganisation der UN, auf die Viehhaltung zurück, mehr als das Transportwesen zu verursachen vermag.<br />
<br />
<u>Knapp 200 Kilogramm des Klimagases CO2 spart der Klimavegetarier</u> im Jahr durch Fleischverzicht. D<u>er Klimaveganer legt noch eins drauf und vermeidet zusätzlich 450 Kilogramm CO2 durch Verzicht auf Milch und Käse</u> nach Studien des Freiburger Öko-Instituts.<br />
<br />
Klimavegetarier und -veganer sind hochgradig politisch. Kein Fleisch oder der generelle Verzicht auf tierische Produkte sichert sie nämlich mehrfach ab. Sie treten für den Tierschutz ein, dem Klima tun sie Gutes und sozial gerecht verhalten sich die Klimavegetarier auch. [...] Würden weltweit mehr Menschen auf Fleisch verzichten, müsste auch kein Regenwald für Weideflächen und Futtermittelanbau mehr vernichtet werden.<br />
<br />
(a.a.O, meine <u>Hervorhebungen</u>)</blockquote><br />
Dennoch gibt es neben der fehlenden tierrechtsethischen respektive <a href="http://antispeziesismus.de"  title="Antispeziesismus">antispeziesistischen</a> (und somit in der Regel egoistischen) Motivation einen weiteren negativen Aspekt:<blockquote>Zwar könnte die fleischlose Ernährung die Welt laut Klimavegetarier rein theoretisch retten. Doch bislang taugt sie noch nicht zur Weltrevolution. Denn der Fleischkonsum wird weltweit entgegen aller Vernunft steigen. Die <u>indische und chinesische Gesellschaft</u> kommt beispielsweise gerade erst zu Wohlstand und <u>will Fleisch und Käse</u>. [...]<br />
<br />
Doch es gibt Hoffnung für den Klimavegetarier: Dass der Preis für Fleisch bald den steigenden Energiepreisen folgt. Dann wird sich bestätigen, dass der jetzige Fleischkonsum nicht mehr haltbar ist. Der Klimavegetarier wird dann ganz von allein zum Vorbild einer neuen Welt.<br />
<br />
(a.a.O, meine <u>Hervorhebungen</u>)</blockquote> 
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