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    <title>vegane-gesellschaft.de - Rückschritte</title>
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    <description>Der Weg in die vegane Gesellschaft</description>
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    <pubDate>Sat, 11 Sep 2010 17:20:03 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: vegane-gesellschaft.de - Rückschritte - Der Weg in die vegane Gesellschaft</title>
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    <title>Töten für den Artenschutz - Die Perfidie und Pseudologik der Öko-Tierausbeutung</title>
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            <category>Rückschritte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 256px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://www.arpix.de/index.php?query=schwein&amp;screen=1125&amp;a=redirect&amp;size=&#039;&gt;&lt;img src=&quot;https://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:1034.jpg&quot; alt=&quot;Todeskandidaten&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Bisherige Ausbeutungs&quot;rasse&quot;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Der Begriff Biodiversität ist seit Kopenhagen zu einer größeren Bekanntheit gekommen und wird diese im laufenden Jahr noch steigern. Biodiversität ist grob gesagt der wissenschaftliche Begriff für Artenvielfalt sowie Vielfalt der Ökosysteme. In die Medien gelangt er zur Zeit durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), das unter der Schirmherrschaft von Ministerin Aigner steht, die sich im letzten Jahr vor allem durch &lt;a href=&quot;http://www.maqi.de/presse/milchpropaganda.html&quot; &gt;primitive Milchpropaganda&lt;/a&gt; ausgezeichnet hat. Dort werden im Jahr 2010, das das &quot;Internationale Jahr der Biologischen Vielfalt&quot; ist, verschiedene Aktionen unter dem Motto &quot;Biologische Vielfalt – Schutz durch Nutzung&quot; durchgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies läuft dort genauer gesagt unter dem Begriff &quot;Agrobiodiversität&quot;, womit &quot;alle Komponenten der biologischen Vielfalt&quot; bezeichnet werden, &quot;die für Ernährung und Landwirtschaft sowie das Funktionieren der Agrarökosysteme von Bedeutung sind&quot;. Da wir uns alle ernähren müssen, klingt das auf den ersten Blick nicht weiter negativ, jedoch fallen in unserer unveganen Gesellschaft unter die Rubrik &quot;Ernährung&quot; bekanntermaßen auch die nichtmenschlichen Tiere, an deren Ausbeutung eine große Industrie und die Bequemlichkeit der Menschen interessiert sind - zwei starke Faktoren, die den Veganismus und dessen Folgen (bessere Gesundheit, mehr Ressourcen, enorme Reduzierung der Umweltbelastung durch Landwirtschaft) indirekt abwehren oder direkt bekämpfen.&lt;br /&gt;
&quot;Schutz durch Nutzung&quot; heißt beim Landwirtschaftsministerium auf &quot;gefährdete Nutztierrassen&quot; bezogen also: je mehr Individuen dieser Arten für den menschlichen Konsum eingesperrt und umgebracht werden, um so besser ergeht es der Art. Statt einem &quot;normalen Hausschwein&quot; sollen in Zukunft &quot;Bunten Bentheimer Schweinen&quot; im Schlachthof die Kehle durchgeschnitten werden, und schon ist der Artenschutz perfekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Töten für den Artenschutz ist nicht neu – in Neuseeland heißt es bei Artenschützern &quot;nur eine tote Katze, ist eine gute Katze&quot;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; -, die Implikationen liegen hier jedoch auf einer ganz anderen Ebene. Nachdem in den letzten Jahren, im letzten nochmals verstärkt, &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html&quot; &gt;festgestellt&lt;/a&gt; und auch in den Medien verbreitet wurde, daß der Unveganismus enorme ökologische Schäden verursacht, sehen die neusten Entwicklungen nach Gegenpropaganda aus. Jeder Unveganer war und ist als (zur Zeit unpopulärer) &quot;Klimasünder&quot; gebrandmarkt. Aigner und ihr Ministerium sind bereits zu &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/13/2066 &quot; &gt;Alibi-Eingeständnissen&lt;/a&gt; gezwungen und empfehlen &quot;weniger Fleisch&quot; aus Umweltgründen. In Zukunft bietet das Konzept der &quot;Agrobiodiversität&quot; den Verbrauchern jedoch die Möglichkeit, einfach die &quot;Nutztierrasse&quot; zu wechseln, um sich als &quot;Artenschützer&quot; (und über ein paar Umwege auch als Umweltschützer) zu etikettieren und damit ihren Unveganismus in der Umweltdiskussion zu rehabilitieren. So heißt es beim Ministerium:&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Biologische Vielfalt in der Landwirtschaft ist auch nötig, damit die Ernährungs-, Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sich an verändernde Umweltbedingungen wie dem Klimawandel oder neue Ansprüche von Verbrauchern an landwirtschaftliche Produkte anpassen können.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Töten gegen den Klimawandel, und die Welt ist gerettet. Da die Tierausbeutung bisher einen hohen Anteil am Treibhauseffekt hat (und in Zukunft haben wird), werden, um sie zu erhalten, vermeintliche &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/13/2020 &quot; &gt;Lösungen&lt;/a&gt; entwickelt, die z.B. den Methanausstoß bei Kühen um kaum 15% reduzieren, aber zum &quot;Greenwashing&quot;&lt;sup&gt;3&lt;/sup&gt; der Tierausbeutungs&amp;shy;industrie ausreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wundert wenig, daß auch angebliche Umweltorganisationen wie Greenpeace auf diesen Zug aufspringen. War Otto Normalverbraucher als Unveganer bisher nur als &quot;Klimasünder&quot; gebrandmarkt, ist jeder Umweltschützer, der nicht vegan lebt, deutlich gesprochen ein elender Heuchler. Da man hier etwas schneller als die Politik denkt, wurde von Greenpeace bereits vor einigen Jahren die &quot;Arche Warder&quot; gegründet, wo die &quot;Schutz durch Nutzung&quot;-Ideologie Programm ist.&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Arche Warder [...] ist Europas größter Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen. [...] Die Arche Warder kämpft für die Erhaltung dieser gefährdeten Rassen. Durch Zucht sollen die wertvollen, alten Rassen erhalten werden, die Bestände vergrößert und damit ein Beitrag für die Landwirtschaft geleistet werden.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
So heißt es auf dem offiziellen Internetauftritt.&lt;sup&gt;4&lt;/sup&gt; Wird jedoch &lt;a href=&quot;http://veganfeminist.blogsport.de/2009/12/30/briefwechsel-mit-greenpeace/&quot; &gt;nachgefragt&lt;/a&gt;, eröffnet sich erst die ganze Breite dieses Rechtfertigungsversuchs für ihren Unveganismus.&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Arche ist davon überzeugt, dass man den Tieren wieder einen Marktwert verschaffen muss, wenn man sie erhalten will. Umso mehr die Verbraucher Fleisch von alten Nutztierrassen nachfragen, umso mehr werden sie wieder gezüchtet. Das Risiko des Aussterbens einer Rasse wird dann wieder geringer.&lt;br /&gt;
So widersprüchlich es auch klingen mag: jeder, der z.B. ein Kotelett vom Bunten Bentheimer Schwein verzehrt, trägt aktiv zur Erhaltung dieser gefährdeten Rasse bei.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 200px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://maqi.de/bilder/schweine.html&#039;&gt;&lt;img hight=&quot;256px&quot; width=&quot;199px&quot; src=&quot;https://maqi.de/photos/pix/schweine-leikhfabdnah.jpg&quot; alt=&quot;Tierausbeutungsopfer&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die &quot;Rasse&quot; ändert sich, die Methode bleibt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Da wird sich das Schwein aber freuen, daß seine &quot;Art&quot; erhalten wird. Nein, Moment, es wird sich nicht freuen. Zum einen, weil es vielleicht gerade im Schlachthaus an der Kette hängt und mit Sterben beschäftigt ist, und zum anderen, weil ihm sein Leben wichtig ist und nicht ein abstraktes und absurdes Konzept von der Quantität genetischer Informationen. Dieses abstrakte Konzept zu schützen (was auf herkömmlichen Artenschutz zum größten Teil und auf &quot;Nutztierartenschutz&quot; zu 100% zutrifft), ist zutiefst speziesistisch. Geschützt wird hierbei das, was für die Menschen nützlich, d.h. ausbeutbar ist (ob wirtschaftlich oder ästhetisch-ideologisch), nicht das, was der Natur tatsächlich hilft. Ethisch entscheidend sind jedoch nur Individualrechte, egal wie gefährdet die Art ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht nur diese &lt;i&gt;Abart&lt;/i&gt;igkeit machen den neusten Versuch, Tiermord als &quot;Schutz&quot; zu verkaufen, unglaubwürdig. Auch ein kurzes Nachdenken darüber, ob diese Methode für den wirklichen Artenschutz (der der Stabilität der Ökosysteme dient) nützlich ist, läßt diese Propaganda schlecht aussehen. Nimmt man das Schwein als Beispiel, sind alle im Zuge des Domestizierung gezüchteten Arten (alle außer den echten Wildschweinen) unnatürlich. Es sind Züchtungen, mit denen bestmögliche Nutzbarkeit (d.h. Ausbeutbarkeit) erreicht werden sollte und soll (mit anderen Worten: Qualzüchtungen, da die widernatürlichen Veränderungen wie die extrem schnelle Gewichtszunahme gesundheitliche Schäden bedingen). Ein Problem (angeblich gefährdete Arten) erst zu erzeugen und dann seine Ursache als Lösung zu verkaufen, ist primitive Pseudologik. Tatsächlich hätte ein Aussterben aller &quot;Nutztierrassen&quot; auf das wirkliche Ökosystem nicht die geringsten negativen Folgen, es wäre im Gegenteil die Wiederherstellung des natürlichen Zustandes (in dem neue Arten nur durch Evolution, nicht durch Züchtung entstehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beste Schutz für das Ökosystem ist – damit schließt sich der Kreis – Veganismus. Es kann nur geschützt werden, wenn nicht 60% bis 80% der landwirtschaftlichen Fläche an den &quot;Futtermittelanbau&quot; für die Tierausbeutungs&amp;shy;industrie verschwendet wird, von Umweltverschmutzung durch Abfälle (u.a. Tonnen über Tonnen &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/25-Frueher-war-alles-anders-Heute-ist-alles-Mist.html&quot; &gt;Gülle&lt;/a&gt;) und der Methanerzeugung ganz zu schweigen. Alle Greenwashing-Versuche sind zum Scheitern verurteilt, denn eine ökologische Tierausbeutungs&amp;shy;industrie kann es nicht geben, während Veganismus als Alternative so einfach ist. Und von der Umwelt abgesehen, ist Veganismus schlichtweg eine ethische Notwendigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Schutz durch Nutzung&quot; bei empfindungsfähigen Lebewesen anzuwenden ist, gelinde gesagt, perfide. Hoffen wir, daß das Familienministerium nicht auf die gleiche Idee kommt (denn Kinderarbeit wieder zu legalisieren, würde der Geburtenrate sicher gut tun).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;small&gt;&lt;font color=&quot;#666666&quot;&gt;__________&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1&lt;/b&gt; Katzen sind in Neuseeland keine einheimischen Tiere und da sie angeblich die einheimische Kleintierwelt bedrohen, wollen die extremeren Artenschützer die Katzen auszurotten.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2&lt;/b&gt; bmelv.de/SharedDocs/Standardartikel/Landwirtschaft/Klima-und-Umwelt/BioVielfalt/JahrDerBiologischenVielfalt2010.html?nn=309768&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3&lt;/b&gt; bezeichnet die Methode, Unternehmen (hier: der Tierausbeutungs&amp;shy;industrie i.A.) durch minimale Veränderungen ihrer umweltschädlichen Produktion, die effektiv kaum oder unwirksam sind, den Anschein von Umweltfreundlichkeit und/oder -unbedenklichkeit zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4&lt;/b&gt; arche-warder.de&lt;/font color&gt;&lt;/small&gt; 
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    <pubDate>Tue, 05 Jan 2010 12:52:14 +0100</pubDate>
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    <title>Ethik mißt sich nicht in CO2</title>
    <link>https://vegane-gesellschaft.de/archives/47-Ethik-misst-sich-nicht-in-CO2.html</link>
            <category>Rückschritte</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Pätzold)</author>
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    &lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 256px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;http://arpix.de/img/f:80.jpg&#039;&gt;&lt;img src=&quot;https://arpix.de/img/a:R/w:256/h:256/q:69/f:80.jpg&quot; alt=&quot;Rinder&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/13/2020&quot; &gt;&quot;Biorinder&quot; sind klimaschädlicher als &quot;normale&quot;&lt;/a&gt; - laßt uns &quot;normale&quot; Rinder ausbeuten&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Veganismus, das steht seit der Definition des Begriffes durch seinen Erfinder Donald Watson im Jahr 1944 fest, ist die persön&amp;shy;liche Konse&amp;shy;quenz der ethischen Einstellung, jegliche Tieraus&amp;shy;beutung abzulehnen. Mehr als sechzig Jahre später haben es (wenig über&amp;shy;raschend) hauptsächlich Unveganer geschafft, Veganismus auf die Ernährung zu reduzieren und als Mode&amp;shy;erscheinung oder eben als &quot;umwelt&amp;shy;schützende Ernährungs&amp;shy;weise&quot; zu diskreditieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Umwelt-&quot; oder &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/38-Klimaveganer.html&quot;&gt;&quot;Klima-Veganismus&quot;&lt;/a&gt; ist nicht nur kein Veganismus, da es auch Bereiche der Tierausbeutung gibt, die keine nennens&amp;shy;werte Schädlichkeit für die Umwelt haben (oder haben könnten) - wie &quot;Honig&quot; oder Tierversuche -, sondern er ist auch argumentativ unsinnig und kontraproduktiv. Alles, was keine ethische Motivation erzeugt, geht nicht nur am Kern des Veganismus (und damit an ihm selbst) vorbei, sondern provoziert auch &quot;Lösungen&quot;, die auf der Ebene der Ethik (die dabei umgangen wird) genauso verwerflich sind, wie der Zustand zuvor. &quot;Klima-Veganismus&quot; und seine Verwendung als primäres Argument erzeugt keinen Veganismus, sondern eben nur &quot;Lösungen&quot; wie die Reduzierung der durch &quot;Tierhaltung&quot; verursachten Klimaschäden mittels &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/13/131&quot; &gt;veränderter Nahrung&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/13/2020&quot; &gt;&quot;Züchtung&quot; oder sonstigen Absonder&amp;shy;lichkeiten&lt;/a&gt;, die das Klima-Argument bedienen, aber nicht den Veganismus. Denn dieser ist (in allererster Linie) praktizierte Ethik: Auch Tiere, die CO2 verbrauchen und Sauerstoff erzeugen würden, hätten immer noch ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit und sie auszubeuten und umzubringen wäre genauso ethisch verwerflich und damit unvegan wie zuvor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen kleinen Gipfel dieses argumentativen Unsinns erreichte der Vegetarierbund Deutschland, der zum diesjährigen Weltvegantag unter dem Slogan &lt;a href=&quot;http://tierrechtsforen.de/2/7337&quot;&gt;&quot;Veganer dürfen Porsche fahren&quot;&lt;/a&gt; die Medien bediente, dem Veganismus aber keineswegs geholfen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ethische Implikation, die eine solche Argumentation erzeugt, ist nicht minder schädlich als das eigentliche Fehlen von Ethik dabei: Durch Unveganismus sterben (wenn man die statistisch nicht erfaßten ermordeten Fische schätzungsweise hinzuzählt) jährlich rund 100 Milliarden Tiere aufgrund der Bequemlichkeit der Menschen, Tierprodukte nicht durch Alternativen ersetzen zu wollen. Hierbei mit der Klimaschädlichkeit zu argumentieren, marginalisiert den Massenmord und stellt die Menge der freige&amp;shy;setzten Gase als wichtiger als die Leben der Individuen dar. Was in jedem anderen Bereich undenkbar wäre - hat jemand den Völkermord in Ruanda verurteilt, weil die Leichen klimaschädliche Gase freisetzten? - ist beim Thema Veganismus dank der Un- und Pseudoveganer bereits völlig normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veganismus ist die &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html&quot;&gt;klimafreundlichste Ernährungsweise&lt;/a&gt; und wird es mit der größten Wahrscheinlichkeit immer bleiben (schon aufgrund der simplen biologischen Tatsache, daß Tiere immer ein Vielfaches an Pflanzen konsumieren müssen, um Tierprodukte zu erzeugen). Wer jedoch weiterhin glaubt, die Klimafreundlichkeit als primäres (statt sekundäres) Argument benutzen zu müssen, wird mit genauso großer Wahrscheinlichkeit eine &quot;klimafreundlichere&quot; Tierausbeutung erreichen und nicht mehr. Veganismus hingegen ist ein ethischer Imperativ und nur das kann und muß das Ziel der Verbreitung der veganen Idee sein. 
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    <pubDate>Mon, 09 Nov 2009 17:46:12 +0100</pubDate>
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    <title>Klimaveganer</title>
    <link>https://vegane-gesellschaft.de/archives/38-Klimaveganer.html</link>
            <category>Politik/Soziales</category>
            <category>Rückschritte</category>
            <category>Wissenschaft</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Achim Stößer)</author>
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    &lt;a class=&#039;serendipity_image_link&#039; href=&#039;https://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/klimaveganer.png&#039;&gt;&lt;img width=&#039;200&#039; height=&#039;195&#039; style=&quot;float: right; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;https://vegane-gesellschaft.de/uploads/photos/klimaveganer.tmb.png&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Klimaveganer seien Veganer, die (analog zu Klimavegetariern) nicht aus tierrechtsethischen Gründen keine Tierprodukte konsumieren, sondern dies aus Gründen des &lt;a href=&quot;http://vegane-gesellschaft.de/archives/33-Umweltbundesamtsloesung-ab-sofort-alle-Menschen-vegan.html&quot;  title=&quot;Klimaschutz: Umweltbundeamt - alle vegan&quot;&gt;Klimaschutzes&lt;/a&gt; tun, meint ein Kommentator der &lt;i&gt;Zeit&lt;/i&gt; (Maximilian Grosser,  &quot;Durch Fleischverzicht die Welt retten&quot;, 28. Juli 2008&lt;!-- http://www.zeit.de/online/2008/31/weltvegetarier-kongress?page=all--&gt;). Hierbei stellt er deutlich heraus, daß auch diesbezüglich Veganismus dem Vegetarismus ethisch haushoch überlegen ist:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Doch der Gedanke an die Rettung der Welt ist wieder da und zwar viel überzeugender als von den militanten Tierschützern. Eine neuer Typ von Fleischverweigerern entsteht: der Klimavegetarier. [...] Ein Fünftel des weltweiten Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid geht laut FAO, der Weltagrarorganisation der UN, auf die Viehhaltung zurück, mehr als das Transportwesen zu verursachen vermag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;u&gt;Knapp 200 Kilogramm des Klimagases CO2 spart der Klimavegetarier&lt;/u&gt; im Jahr durch Fleischverzicht. D&lt;u&gt;er Klimaveganer legt noch eins drauf und vermeidet zusätzlich 450 Kilogramm CO2 durch Verzicht auf Milch und Käse&lt;/u&gt; nach Studien des Freiburger Öko-Instituts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klimavegetarier und -veganer sind hochgradig politisch. Kein Fleisch oder der generelle Verzicht auf tierische Produkte sichert sie nämlich mehrfach ab. Sie treten für den Tierschutz ein, dem Klima tun sie Gutes und sozial gerecht verhalten sich die Klimavegetarier auch. [...] Würden weltweit mehr Menschen auf Fleisch verzichten, müsste auch kein Regenwald für Weideflächen und Futtermittelanbau mehr vernichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(a.a.O, meine &lt;u&gt;Hervorhebungen&lt;/u&gt;)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Dennoch gibt es neben der fehlenden tierrechtsethischen respektive &lt;a href=&quot;http://antispeziesismus.de&quot;  title=&quot;Antispeziesismus&quot;&gt;antispeziesistischen&lt;/a&gt; (und somit in der Regel egoistischen) Motivation einen weiteren negativen Aspekt:&lt;blockquote&gt;Zwar könnte die fleischlose Ernährung die Welt laut Klimavegetarier rein theoretisch retten. Doch bislang taugt sie noch nicht zur Weltrevolution. Denn der Fleischkonsum wird weltweit entgegen aller Vernunft steigen. Die &lt;u&gt;indische und chinesische Gesellschaft&lt;/u&gt; kommt beispielsweise gerade erst zu Wohlstand und &lt;u&gt;will Fleisch und Käse&lt;/u&gt;. [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch es gibt Hoffnung für den Klimavegetarier: Dass der Preis für Fleisch bald den steigenden Energiepreisen folgt. Dann wird sich bestätigen, dass der jetzige Fleischkonsum nicht mehr haltbar ist. Der Klimavegetarier wird dann ganz von allein zum Vorbild einer neuen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(a.a.O, meine &lt;u&gt;Hervorhebungen&lt;/u&gt;)&lt;/blockquote&gt; 
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    <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 07:43:53 +0200</pubDate>
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