Wednesday, December 2. 2009Tomaten werfen und Tomaten essen„Wir versuchen größtenteils vegan, also ohne Fleisch und Milchprodukten zu kochen, damit es jeder essen kann“ Im Flur gibt es Couscous und Linsen, rein vegan natürlich. einer Ecke im Erdgeschoss haben die Besetzer eine provisorische Küche eingerichtet, wo mittags und abends gekocht wird, und zwar ausschließlich vegan. Zu den Artisten sind natürlich auch die Kochkünstler zu zählen, die schon ab der ersten Nacht die hungernden Besetzer mit köstlichen veganen Gerichten oder Crepes vom „autonomen Crepes-Stand“ versorgen. Die vegane Volxküche des Hörsaals ist noch warm Ob Wien, Leipzig, Freiburg oder Linz, fast überall gibt es Studentenproteste und fast überall wird vegan gekocht. Und das ist kein Einzelfall. Auch bei anderen Zusammenhängen - von Protestveranstaltungen wie den G8-Gipfel-Demos, über politische Kongresse wie den Bundeskongressen der Grünen Jugend bis hin zu lokalen Volxküchen - ist die Essensversorgung vegan. Sicher liegt es zum Teil daran, daß auf alle Teilnehmer Rücksicht genommen werden soll und veganes Essen dabei der kleinste gemeinsame Nenner ist, aber dennoch machen die Veganer nur einen kleinen Teil der Teilnehmer aus und diese Rücksichtnahme ist somit nicht selbstverständlich. Die Ursache kann woanders vermutet werden. Es ist nicht nur Rücksichtnahme allein, sondern auch das Bewußtsein, daß Veganismus eine Frage der Konsequenz sozialer Proteste überhaupt ist. Wenn man gegen Unrecht demonstriert, kann man nicht glaubwürdig bleiben, wenn man dem Unrecht milliardenfachen Massenmords an Tieren durch die "Nahrungsmittel"-Industrie gleichgültig gegenübersteht. Veganismus ist nicht "nur" eine Ernährung (schon deshalb nicht, weil es den ganzen Lebensstil betrifft), "nur" eine Verweigerung (und erst recht kein "Verzicht") oder die Umsetzung der persönlichen Konsequenz, sondern es ist auch eine Protesthaltung an sich, ein gelebter Widerstand gegen tagtäglich millionenfaches Unrecht an Tieren, die nicht für sich selbst sprechen können. Jede vegane Handlung, wie es schon eine einzelne, betont veganen Mahlzeit ist, steht als Symbol dafür, wie man es besser machen kann: indem man seine Ernährung nicht auf das problemlos vermeidbare Leid und den unnötigen Tod der Tiere begründet. Es ist das Haar in der Suppe jedes Eßtischtäters, der meint, weil sich "alle" unvegan ernähren würden, müsse er sich nicht dafür rechtfertigen. Daß der Veganismus durch solche - wenn auch kleine - Bemerkungen in Zeitungsartikeln über die Studentenproteste Beachtung findet, ist erfreulich zu sehen. Gerade aufgrund des positiv konnotierten Zusammenhangs, der in sonstigen Artikeln, in denen Veganismus erwähnt wird, selten zu finden ist - hier gibt es nämlich keine dümmlichen Kommentare über angeblichen Nährstoffmangel oder andere Unwahrheiten. Veganes Essen wird nicht als "ungesund" oder schlecht schmeckend diffamiert, sondern als ein akzeptierter Standard unter Menschen, die über den eigenen Tellerrand hinaussehen, dargestellt. Und das ist die richtige Richtung auf dem Weg zu dem, was der Veganismus einmal werden soll: eine Selbstverständlichkeit. Thursday, August 27. 2009Veganismus und Tierrechte in der Politik
Trotz der verheißungsvollen Überschrift fällt diese erste, kleine Bestandsaufnahme nicht sehr positiv aus. Denn genau genommen ist beides noch nicht vertreten.
Es gibt zwar bereits international Parteien, die "für die Tiere" zu sein vorgeben ("Partij voor de Dieren", "Animals Count", "PACMA - die Antistierkampfpartei" oder "Partei für Menschenaffenrechte"), allerdings ist das nur ein hübsches Aushängeschild. In Wirklichkeit betreiben sie den für die Tierrechte extrem schädlichen Tierschutz, legen keinen Wert auf die Forderung an ihre Mitglieder, Tierausbeutung selbst nicht zu unterstützen (sprich: vegan zu werden), sondern sind in erster Linie an Spenden interessiert. Genau das gleiche trifft in Deutschland für die "Tierschutzpartei" zu. Ironischer Weise liegt das Parteiprogramm der deutsche "Feministischen Partei", die augenscheinlich keine "Tier"-Partei ist, am nächsten an Tierrechtsvorstellungen - wobei man auch hier nach einer Umsetzung auf Parteiebene lange suchen kann. Die großen deutschen Parteien haben - wie könnte es in einer speziesistischen Gesellschaft anders sein? - keinerlei Tierrechtsziele in ihren Programmen. Zwar "informieren" diverse Tierschutzorganisationen (auch solche, die sich fälschlicherweise als Tierrechtsorganisationen etikettieren) über angeblich tierrechtsrelevante parteipolitische Ziele bei CDU, SPD, FDP, Grünen und Linken, aber diese Ziele bestehen lediglich aus diversem Tierschutzunsinn: "Strengere Haltungsvorgaben" (als ob die Tiere nicht unabhängig von der "Haltung" ausgebeutet und ermorden würden), Verbot von "Affenversuchen" (was lediglich die Zahl der Versuche an anderen Tieren erhöht), Durchsetzung der Verbandsklage (als ob das Tier"schutz"gesetz, worauf sie sich berufen würden, Tieren helfen, statt ihre Ausbeutung legitimieren würde) usw. Eine Tierrechtspartei, die sich für das zentrale wirklich tierrechtlerische Ziel, die totale Abschaffung der Tierausbeutung statt deren Reform, einsetzt, gibt es weiterhin nicht. Wenn die Tierrechtler wählen gehen, werden sie also einmal mehr nur das kleinere dieser großen Übel zur Auswahl haben. Einzig Veganismus hat sich in geringem Maße in der Politik niedergeschlagen. So gibt es mehrere Politiker, die nach (wenn auch schwer zu überprüfenden) Berichten vegan sein sollen (Dennis Kucinich, Janez Drnovšek, Chamlong Srimuang und Hu Jia). Jedoch kann dabei oft vermutet werden, daß es sich nur um Veganköstler handelt, bei denen gesundheitliche Motive statt ethischen im Vordergrund stehen. Unter deutschen Politikern wurden bisher zwei Veganerinnen bei den Grünen entdeckt (Ska Keller und Kathrin Henneberger). Gemeinsam ist all diesen Politikern aber, daß sie ihren Veganismus kaum bis gar nicht in ihre Politik einbringen. Bei den Grünen allgemein dominieren ohnehin eher umweltrelevante oder tierschützerische Aspekte - die Grünenspitze findet selbst Vegetarismus übertrieben (wobei auch das natürlich nicht viel besser wäre). Unter den Junggrünen sieht es ähnlich aus - lediglich bei der von Kathrin Henneberger mitinitiierten Umstellung der BuKos auf vegan wurde immerhin angesprochen, daß für Unveganismus übrigens auch Tiere sterben. Neben den Parteien und Politikern gibt es im Bereich der Politik auch die Gesetzgebung. Hier hat (wieder im Gegensatz zu Tierrechten) Veganismus bereits Einzug in Gesetzestexte gehalten. So gibt das Schweizer Deklarationsgesetz eine Empfehlung für die Bezeichnung von Produkten mit dem Hinweis "vegan". So nötig eine sinnvolle und ausreichende Deklaration aufgrund der vielen verstecken Tierprodukte wäre, so unnütz ist dieser Vorschlag, denn er definiert "vegan" als "keine Zutaten tierischer Herkunft enthalten[d]" und ignoriert die Unveganität vieler Zusatzstoffe, Trägerstoffe und Produktionshilfsstoffe. Solange es noch unvegane Stoffe in der Produktion ansonsten pflanzlicher Lebensmittel gibt, sollte es daher auch Ziel der Politik sein, ein ordentliches Deklarationsgesetz (für die EU wie für die Schweiz) zu verabschieden, das die vielen jetzigen Lücken schließt. Es würde Veganern Arbeit ersparen und die Hersteller sehr effektiv dazu zwingen, unvegane Produktion zu veganisieren, denn selbst Nichtveganer würden viele unvegane Produkte ablehnen, wenn sie wüßten, wofür "Schlachtabfälle" weiterverwendet werden (Gelatine für Saft, Rinderfett für Aromen usw.). Thursday, July 23. 2009Vegan-Label
Auf immer mehr Verpackungsetiketten finden sich "Vegan-Label", Zeichen, die vegane Produkte kennzeichnen sollen. Dies ist natürlich insofern ein enormer Fortschritt, als es zeigt, daß mehr und mehr Menschen vegan leben, so viele, daß die Hersteller es für nützlich halten, ihnen einen nicht unbeträchtlichen Teil der Verpackung (den sie schließlich auch anderweitig werbewirksam nutzen könnten) zu widmen, da sie sie als ernstzunehmende Zielgruppe erkannt haben. Dem tut es keinen Abbruch, daß es bei vielen dieser Produkte ohnehin vergleichsweise unschwer zu erkennen ist, ob das, was sich da in der Packung befindet, vegan ist, etwa purem Wasser, Reis oder Spinat. Wohl aber, daß sich solche Label (auch, aber wohl nicht nur, das "V-Label" der Europäischen Vegetarier-Union) nur auf den Inhalt, nicht auf die möglicherweise unvegane Verpackung bezieht.
Erfreulicher wäre es allerdings, wenn genau die als vegan gekennzeichneten Produkte auch wirklich vegan wären. Tatsächlich wird nicht nur der Großteil der veganen Produkte bislang nicht entsprechend gekennzeichnet (und das betrifft nicht nur unverpackte Lebensmittel wie Obst und Gemüse), darüberhinaus erhalten auch unvegane Produkte immer wieder fälschlich Vegan-Label. Statt naiver Euphorie angesichts sprießender Vegankennzeichnungen wäre es also angebracht, die Augen aufzumachen. So hat auch Netto, ein Lebensmitteldiscounter der Edeka-Gruppe, mittlerweile einige seiner Produkte mit einem eigenen "Vegan-Label" (wohl da das "V-Label" respektive die "Veganblume" geschützt sind bzw. Lizenzgebühren kosten) versehen. Unter anderem auch den Weichweizengrieß. Während der Hartweizengrieß (der nur aus Hartweizen besteht und wohl vegan sein dürfte) das Zeichen nicht trägt - vermutlich werden die Verpackungen gerade umgestellt und dies sind noch ältere Packungen - enthält der Weichweizengrieß, wie deutlich ausgezeichnet ist, Molke - ist also entgegen der Kennzeichnung definitiv nicht vegan. Nur sind leider nicht alle unveganen Produkte, die als vegan gekennzeichnet sind, so leicht zu erkennen. Hier stellt sich also die Frage, wozu solche absurden Kennzeichnungen gut sein sollen. Letztendlich sollte ein V-Label so überflüssig sein wie ein Label, das Zeitschriften am Kiosk als kinderpornofrei kennzeichnet. [Nachtrag (5. September 2009): Aktuelles hierzu im Veganismusforum, u.a. weitere eindeutig oder potentiell unvegane Produkte mit "Vegan-Label".] Tuesday, June 30. 2009Wachsende Bedrängnis Vor einigen Jahren wurden Menschen, die sich für Tierrechte einsetzten, belächelt und nicht ernstgenommen. Keiner der professionellen Tierausbeuter hätte es damals in irgendeiner Weise für nötig erachtet, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, denn das Mordgeschäft lief durchweg gut und in Anbetracht einer Vergangenheit mit Tausenden Jahren bar jeder Moral für nicht-menschliche Tiere bedurfte es keiner zusätzlichen Rechtfertigung ihres Tuns. Diese Zeiten scheinen vorbei, denn was niemand erwartet (oder auch nur annährend für möglich gehalten) hätte, ist eingetreten: immer mehr Menschen dehnen ihre Moral auf nicht-menschliche Tiere aus. Nach diesem ersten Schock für alle, die vom Tod und Leid anderer leben, bemerken einige von ihnen erst jetzt, wie schädlich Ethik und Moral für ihr blutiges Geschäft ist. Zusätzlich stehen sie plötzlich unter Rechtfertigungsnot, denn Argumente, die ihre Morde rechtfertigen, haben sie bisher nie gebraucht und das, was sie sich jetzt kläglich zusammensuchen, endet argumentativ in Sackgassen, widerspricht sich selbst oder ist so lächerlich, daß sogar sie selbst die Wirkungslosigkeit bemerken. Billige Indoktrination auf der Ebene von Kinderbüchern, die nicht nur gekonnt aussparen, sondern auch noch voller inhaltlicher Fehler stecken, gibt es schon länger. Neu hingegen sind aktive Maßnahmen. Daß ihre Bedrängnis zunehmend wächst, zeigen die jüngsten Beispiele von solchen "Gegenangriffen", durchgeführt von Organisationen, kleineren Verbänden oder Einzeltätern. (Nur die CMA kann leider nicht mehr mitspielen, seitdem ihre Finanzierung durch Zwangseinnahmen für gesetzwidrig erklärt wurde.) Aktuell bemühen sich v. a. Einzeltäter darum, ihre "Tätigkeit" vor Kindern gutzustellen, denn, so wörtlich: "Es ist wichtig, dass die Kinder das wissen, schließlich sind das die Verbraucher von morgen." Was allerdings "das" ist, was sie wissen sollen, scheint für sie Interpretationssache. Hier ein paar Beispiele: Der sechsjährige Elias zeigt sich vom Leben auf dem Bauernhof sehr beeindruckt: "Am besten waren die Babykatzen. Aber die Maschinen fand ich auch toll, denn ich bin ja selbst ein Erfinder!" Bezüglich der kleinen Katzen ist Alina (5) seiner Meinung. Sie faszinieren allerdings auch die Kühe. "Die sind so schön", sagt sie begeistert. ("'Die Kühe sind so schön!'", Allgäuer Zeitung, 19.06.2009) Gestern konnten die Grundschüler mit den Tieren auf Tuchfühlung gehen: Küken und Kaninchen streicheln, Hähne krähen hören, Eier anfassen. Auf dem Hof konnten die kleinen Gäste landwirtschaftliche Technik bestaunen und zum Beispiel ins Führerhäuschen eines der riesigen Traktoren klettern. ("Schüler lernten viel beim Projekttag mit den Kleintierzüchtern", Märkische Allgemeine, 20.06.2009) Die Kinder erkundeten das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof hautnah. Sie bestaunten die indischen Laufenten, die nur Nacktschnecken fressen und den Salat stehen lassen, streichelten Kater Peter und Berner Sennenhündin Cindy. Im Hühnerstall dann erklärte Petra Keidel den Kindern, wie die Hühner leben, wie sie gefüttert werden und woher die Eier kommen, bevor sie von einem Laufband in Schachteln verpackt direkt ab Hof oder in den Geschäften von Rimpar verkauft werden. Um den Geschmack der Eier zu testen, durften die Kinder gleich einmal die Eiern der Hühner kosten. ("Eier von glücklichen Hühnern", Mainpost, 22.06.2009) Daß alle diese interessanten und "schönen" Tiere (Katzen, Kühe, Hühner, Kaninchen) nicht mehr lange leben werden, wurde wahrscheinlich nur aus Versehen vergessen zu erwähnen. Wir wollen schließlich nicht behaupten, sie würden hier absichtlich unangenehme Tatsachen aussparen. Auch die "Erklärungen" eines Berufsmörders sind keineswegs einseitig: Karsten Neumann, Revierförster für das Revier Krempendorf und für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Einsatz, vermittelte den Kinder Wissenswertes über Artenschutz im Wald und erklärte angewandte Naturschutzprojekte: die Igelburg, Fledermausnistkästen, Tastboxen, Tafeln über heimische Pflanzen und Tiere, Vögel und Fische sowie Pilze, das Insektenhotel und vieles mehr. ("Schüler lernten viel beim Projekttag mit den Kleintierzüchtern", Märkische Allgemeine, 20.06.2009) Denn was "wissenswert" ist, sollte man nicht so pauschal sehen. Natürlich fehlen auch hier die einen oder anderen Hinweise zu Tausenden erschossenen Tieren, die, damit die Population nicht sinkt, was das Erschießen erschweren würde, im Winter reichlich mit Nahrung versorgt werden (was natürlich weitere "gute Taten" sind). Daß potentielle "Konkurrenten" systematisch ausgerottet werden (Luchs, Bär), bei versuchter Neuansiedlung selbst gegen das "Artenschutzgesetz" erschossen werden (Wolf) oder am Rand der Ausrottung sehen (Fuchs), ist natürlich genauso wenig "wissenswert". Die "Informationen" zu den "täglichen" Tierqualprodukten weisen ähnliche "Lücken" auf: Als sich am nächsten Vormittag auch das letzte der sechs Küken mit seinem Schnabel aus dem Ei gepickt hatte und dabei die Hilfe einer Erzieherin mit der Pinzette genoss, machte es sich die gefiederte Sechser-Bande in einer Kiste mit Rotlicht und Wärmflasche gemütlich, ehe es auf die Reise auf den Bauernhof nach Heggen ging. ("Küken im Kindergarten", Der Westen, 18.05.2009) Eine Woche lang können die Kinder die Küken in unserem neuen Kükenschaukasten bewundern. Aber ganz sicher werden die Hühner das, denn die Kinder können zum Glück nicht sehen, daß es nicht mehr dieselben sein werden. Und von allen Anstrengungen, Kindern "den Weg ihres täglichen Essens" näher zu bringen, reicht der Abschnitt von der Geburt bis zum niedlichen, kleinen Küken völlig aus. Der Abschnitt, der bei "industrieller Zucht" (auch wenn das hier nicht der Fall ist) danach kommt und für die männlichen Küken schon nach wenigen Stunden im Müllcontainer endet und für die weiblichen nach einem Jahr Ausbeutung mit durchgeschnittenem Hals, bleibt auch ganz nebenbei unerwähnt. Eigenartiger Weise gibt es nur solche "Berührungen" mit der "Kükenzucht". Als eine riesige "Zuchtbrüterei" in Betrieb genommen wurde, wie Anfang dieses Jahres, wurde keine Presse zugelassen wegen negativer "Berichterstattungen". Dabei könnte lediglich gezeigt werden, was real vorhanden ist und das ist doch angeblich völlig harmlos. Anscheinend ist die Verbreitung der Realität doch nicht so erstrebenswert, wie sonst immer versichert wird. Es verwundert daher kaum, daß bei einem "Schlachtfest" den Kindern nicht gezeigt wird, wie die Tiere umgebracht werden (solche "Nebensächlichkeiten" sind schließlich unwesentlich). Ein "Streichelzoo" reicht völlig: Auch an den Nachwuchs wurde gedacht. Heinrich Wächter vom Köcheclub bereitete mit Kindern die „Gelsenkirchener Designer-Kniffte”, ein Fleischbrät, das wie eine Waffel zubereitet und im Ciabatta-Brot mit Salat serviert wird, zu. Im Streichelzoo gab es Tiere, diesmal sogar am Stück und lebendig. ("Es geht um die Wurst", WAZ, 28.06.2009) Gleichermaßen hat die Politik inzwischen die "Notwendigkeit" begriffen, aktiv Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten, um der Gefahr der ethischen Ernährung für die Tierausbeutungsindustrie entgegenzuwirken. Aktuell bezieht sich das auf eine Kampagne der Landwirtschaftsministerin, die zeigen will, "wie wichtig und gesund [Kuh-]Milch für die tägliche Ernährung ist". Mit anderen Worten: die nicht zeigen will, mit wieviel Tod dieses weiße Blut verbunden ist. (Sie erdreistet sich im Übrigen selbst zu Aussagen wie "Die Milchbauern pflegen mit ihren Kühen die vielfältigsten Lebensräume unserer Kulturlandschaften - Wiesen und Weiden mit den zahlreichen Pflanzen- und Tierarten". Wie sehr durch die Zubetonierung mit Ställen "Wiesen und Weiden" "gepflegt" werden, kann sich wohl jeder selbst denken.) Die argumentative Bedrängnis solcher Propagandisten zeigt sich an Aussagen wie folgender: Im Kuhstall erklärt Bäuerin Christine Rosskopf, warum nicht alle ihrer 18 Kühe Milch geben: "Erst wenn sie gekalbt haben, gibt es Milch." ("Die Milch kommt nicht aus dem Tetrapak", Augsburger Allgemeine, 26.06.2009) Und damit ist die "Erläuterung" bereits an ihrem Ende. Zwar können sie nicht mehr verleugnen, daß die Kühe zwangsbesamt werden (daß es jährlich geschieht, wird hier allerdings nicht erwähnt), aber was dann mit den Kälbern geschieht, ist mal wieder nebensächlich. Auch der Bauernverband hat Mitarbeiter und Mitglieder dazu aufgefordert, persönlich (und anonym) Propaganda zu betreiben. Das Eis wird dünner und dünner. Sie alle bemerken offenbar nicht, daß sie das Unvermeidliche nur hinauszögern. Wenn ihren Propaganda- und Indoktrinationsopfern schließlich die "zufällig" vergessenen, weil unliebsamen Fakten nachgetragen werden, bricht ihre mühsam aufgebaute Fassade einer heilen Ausbeuterwelt unweigerlich zusammen. Denn auch der Anblick von tausend niedlichen Küken hilft nun einmal nichts, wenn sie dabei vergast auf einem Haufen liegen. Wednesday, July 30. 2008
Posted by Achim Stößer
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Klimaveganer Klimaveganer seien Veganer, die (analog zu Klimavegetariern) nicht aus tierrechtsethischen Gründen keine Tierprodukte konsumieren, sondern dies aus Gründen des Klimaschutzes tun, meint ein Kommentator der Zeit (Maximilian Grosser, "Durch Fleischverzicht die Welt retten", 28. Juli 2008). Hierbei stellt er deutlich heraus, daß auch diesbezüglich Veganismus dem Vegetarismus ethisch haushoch überlegen ist:Doch der Gedanke an die Rettung der Welt ist wieder da und zwar viel überzeugender als von den militanten Tierschützern. Eine neuer Typ von Fleischverweigerern entsteht: der Klimavegetarier. [...] Ein Fünftel des weltweiten Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid geht laut FAO, der Weltagrarorganisation der UN, auf die Viehhaltung zurück, mehr als das Transportwesen zu verursachen vermag. Dennoch gibt es neben der fehlenden tierrechtsethischen respektive antispeziesistischen (und somit in der Regel egoistischen) Motivation einen weiteren negativen Aspekt: Zwar könnte die fleischlose Ernährung die Welt laut Klimavegetarier rein theoretisch retten. Doch bislang taugt sie noch nicht zur Weltrevolution. Denn der Fleischkonsum wird weltweit entgegen aller Vernunft steigen. Die indische und chinesische Gesellschaft kommt beispielsweise gerade erst zu Wohlstand und will Fleisch und Käse. [...] Saturday, July 5. 2008Vegane Kinder - die 2. Generation
Es gibt zahlreiche gesunde Veganer der zweiten Generation, also Menschen, die, da ihre Eltern bereits zum Zeitpunkt der Empfängnis vegan waren, vegan aufwuchsen (auch wenn so manche Pseudoveganer hier ein getrübtes Bild entstehen lassen dürften). Eine Tatsache, die Veganismusgegner gern leugnen - die aber nun schon in der Times nachzulesen ist:
If you would prefer to continue to be vegan, you can do so in the knowledge that there are many examples of healthy “second generation” vegans in this country - in other words, people who are now adults whose mothers and fathers were vegan at their time of conception and who were subsequently raised as vegan infants and children. [...] It is worth remembering that there are plenty of unhealthy omnivorous diets, and that a lot of infants in this country are being raised on diets that are too high in salt, saturated fats and sugars, so if you take your responsibilities seriously to eat a well-balanced vegan diet, you need not feel that you are doing anything wrong. Von Bedeutung ist dabei nicht nur die Existenz lebenslanger Veganer an sich, sondern auch die Tatsache, daß mittlerweile immer mehr Menschen - wie hier die Ernährungsberaterin der konservativen Londoner Times - anerkennen müssen, daß die Erde keine Scheibe ist. Sunday, April 27. 2008Fiktionale vegane Restaurants
Es gibt immer mehr vegane Restaurants - auch und vor allem in den Medien: meist fiktive Orte der Absonderlichkeit, doch immerhin im allgemeinen Bewußtsein, von Kinderkrimiserien wie Shirley Holmes, die im "Fall der befreiten Tiere" ("The Case of the Liberated Beasts") u.a. in einem veganen Restaurant nach dem Täter sucht bis zu Erwachsenen-Comics wie Paige Braddocks "Jane's World", in der ein Teil der Nebenhandlung hin und wieder ins "Garden of Vegan" führt.
Friday, February 8. 2008Veganer in der Trivialkultur
Der nicht immer subtile Humor so mancher "Comedy"-Serie mag nicht jeden Geschmack treffen, doch er ist wohl ein interesssanter Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Ein bemerkenswertes Beispiel war am 20. Januar 2008 in Sat1 zu sehen. Der "Comedian" Martin Schneider spielte in "Maddin in Love" einen "Tierpfleger" im Zoo(!), inklusive massiver Zoo- und sogar ein wenig Tierversuchspropagana. Maddin war zum Abendessen eingeladen, dabei entspann sich folgender Dialog:
Sie: Möchten Sie vielleicht noch etwas Suppe? Er: Nee, danke. Ich lass' noch e' bißche' Platz für'n Hauptgang. ... Sie: Ich hoffe, Sie mögen Filet Stroganoff? Er: Ja ... also, wenn kein Fleisch dran is'. Sie: Doch, schon. Filet halt. Also, vom Rind, kein Schwein. Er: Aber des is' e'n Problem. Weil, ich bin eine besondere Form von Veganer. Ich ess' eigentlich nur Sache', die allein vom Baum gefallen sind [wie etwa o.g. Suppe?, AS]. Weil, Pflücke' is' auch schon Gewalt. Sie: Also ich hab', ähm, verschiedene Beilagen da, die sind jetzt nicht direkt vom Baum gefallen, aber ... Er: Des war schon in meiner Kindheit schon so. Da hab' ich mal die Geschichte von Nils Holgersson und die Wildgänse gelese', danach konnt' ich kein Geflügel mehr esse'. Sie: Das kenn' ich. Ich hab' seit Winnetou III auch keinen Apachen mehr angerührt. Er: Wie meine' Sie des? Sie: Als Scherz!? Er: Ah, des war gut, ja! Allzuweit her war es mit Maddins "Veganismus", vom Fallobst-Fruktarismus ganz zu schweigen, auch weiterhin nicht. In der (am gleichen Tag ausgestrahlten) nächsten Folge servierte ihm der italienische Kellner "eine große Scholle" statt der bestellten "Gnotschis" (vermutlich aus vom Baum gefallenen Kartoffeln und Eiern). Diese ließ er zurückgehen mit der Begründung: "Aber ich vertrag' keine Scholle." Nun wäre eine (wenig originelle) Veralberung von "Veganern" nicht unbedingt eine Erwähnung auf vegane-gesellschaft.de wert - wäre es nicht wenige Stunden später auf eben jenem Sender erneut um Veganismus gegangen: Sechserpack, 20. Januar 2008 (Erstsendung 2004, Maddin hätte den Rat bezüglich Einladungen darin also beherzigen können): Zwei Leute sitzen im Park auf einer Bank, sie ißt etwas aus einer Tüte, er liest Zeitung. Blickkontakt. Sie (rückt näher): Möchten Sie vielleicht 'n Keks? Er (kopfschüttelnd): Vielen Dank, ich bin Veganer. Sie: Nein, da ist ja kein Fleisch drin, das sind ja - Er: Nein, - Sie: ... Waffeln. Er: ... Veganer, nicht Vegetarier. Ich esse gar keine tierischen Produkte, keine Milch, kein Käse, keine Eier, keine Sahne. Sie: Ach. Also das stell' ich mir aber schwierig vor. Er: Naja, es erfordert natürlich schon 'ne gewisse Willensstärke. Schauen Sie, in der Mittagspause, da gehe ich zum Beispiel nie mit in die Kantine. Da weiß ja nicht mal der Koch was alles drin ist. Sie: He, he, wem sagen sie das? Er: Oder bei Einladungen, da sollte man dem Gastgeber vorher schon 'ne Liste schicken, wo drauf steht, was man will. Naja, und oft verschenken Leute ja Selbstgebackenes. Also wenn das nicht streng vegan ist, dann bin ich aber auch so ehrlich und geb' das wieder zurück. Sie: Oah, also ich glaub', das könnt' ich nich'. Er: Naja, ich kann nur sagen, man merkt das sofort. Sie: Ja? Er: Ja. Seitdem ich konsequent so lebe, habe ich keine Verstopfung mehr, keine Pickel mehr, keine Kopfschmerzen mehr. Moment, hab' ich irgendwas vergessen ...? Sie: Mannomann, da müssen Sie aber echt tolerante Freunde haben, was? Er: Ach ja, das war's. Freunde hab' ich natürlich auch keine mehr. Dafür aber 'nen wirklich tollen Stuhlgang. Zwar kommt Veganismus dabei wenig überraschend nicht besonders gut weg - die Phase des Ignorierens haben wir hinter uns, mittlerweile sind wir bei den Phasen des Auslachens und der Bekämpfung angekommen, die der des Gewinnens vorausgehen - aber eines ist sicher: die Präsenz des Veganismus im Alltag nimmt stetig zu. Monday, November 5. 2007Umweltbundesamtslösung: ab sofort alle Menschen vegan
Das Umweltbundesamt (UBA) bestätigt:
"Die rechnerisch einfachste Lösung wäre, wenn alle Menschen sich ab sofort vegan ernähren würden." Zwar bezieht sich das nicht auf tierrechtsethische Fragen oder Antispeziesismus, sondern Klimaschutz (weil "Die Abgase einer einzigen Milchkuh [...] in etwa so klimaschädlich wie die eines Kleinwagens, der 18.000 Kilometer im Jahr gefahren werde" seien, Stichwort Treibhausgase, v.a. Lachgas auf Gülle und Methan aus dem Verdauungsprozeß von Rindern), und der hier von Spiegel online zitierte "UBA-Experte" Dietrich Schulz behauptet sogleich abschwächend, "dass ein Verzicht auf Viehhaltung die Landwirtschaft existentiell bedrohen würde" (weil Veganer sich ohne Landwirtschaft ernähren, indem sie durch die Wälder streifen und an Baumrinden nagen?) - vermutlich wurde ähnlich auch früher die Sklavenhaltung gerechtfertigt - und empfiehlt einen (tödlichen) "Kompromiss", nämlich "die mediterrane Ernährung. Ein Italiener beziehe nur etwa 25 Prozent seiner täglichen Kalorienaufnahme aus tierischen Quellen, die Deutschen dagegen bei 39 Prozent." Doch daß die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland und somit ein Bundesministerium (das für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, zu dem das UBA gehört) eingesteht, daß Veganismus die beste Lösung für ein Problem ist, wäre noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen. (Quelle aller Zitate: "WWF fordert Steuer auf Kuh-Abgase", Spiegel online, 05. November 2007) Tuesday, May 15. 2007Wort des Tages: Veganismus![]() Quelle: Duden - Deutsches Universalwörterbuch 1. Ve|ga|nis|mus, der; -: ethisch motivierte Ablehnung jeglicher Nutzung von Tieren und tierischen Produkten. Saturday, April 28. 2007Veganer in der Frankfurter Rundschau
Letzten Dienstag (24. April 2007) war in der Frankfurter Rundschau ein halbseitiger Artikel zu lesen, Titel: "Aus Liebe zum Tier". Und tatsächlich war das kein Text über die "radikalen und abgefahrenen Veganer, die nicht mal Milch trinken" sondern es wurde mit vielen Vorurteilen gegenüber Veganismus aufgeräumt, vor allem natürlich, was die angeblich drohenden Mangelerscheiungen angeht. Dazu wurde mit der American Dietic Association eine durchaus seriöse Organisation zitiert, ebenso der deutsche Ernährungswissenschaftler Leitzmann. Die Motive für ein veganes Leben kamen zwar leider viel zu kurz (das meiste war mit dem Titel bereits gesagt
Thursday, September 21. 2006Vegapolice - Leichenfressen wird teurer für die Täter
Während dank massiver Subventionen für Tierausbeutungsprodukte (ohne diese würde ein Liter Drüsensekret im Laden ein Vielfaches der Pflanzenmilch kosten) den ethisch Minderbemittelten zugutekommt, bahnt sich in den Niederlanden zumindest in einem Teilbereich eine Wende an. Mit der dortigen Gesundheitsreform Anfang des Jahres gibt es nun zunehmen Spezialpolicen für Menschen, die gesund leben. Die Pflichtversicherung (private wurden abgeschafft) ist somit für Konsumenten diverser legaler Drogen und eben Leichenfresser höher. Begründet wird das ganze mit Statistiken, wonach Vegetarier, Nichtraucher und Nichttrinker gesundheitsbewusster leben, weniger häufig krank sind und daher auch weniger oft einen Arzt aufsuchen. Geplant ist die Ausgabe so genannter kollektiver Versicherungspolicen - etwa der "Vegapolice" - für die genannten Bevölkerungsgruppen. Ihre Prämien sollen um bis zu zehn Prozent niedriger sein als die gewöhnlicher Krankenversicherungen.
Natürlich bleiben die Gesundheitsgefahren durch Milch, Eier und Honig - von Ehec bis zum plötzlichen Kindstod - noch außen vor, von ethischen Aspekten ganz zu schweigen. Aber immerhin wird dort bald niemand mehr Körperfressen als gesund bezeichen können, ohne sich völlig der Lächerlichkeit preiszugeben. Derzeit setzen die Anbieter der geplanten Sonderversicherungen naiverweise noch auf die Ehrlichkeit der Menschen. Sollte sich - wenig überraschend - mit der Zeit aber herausstellen, daß sich Drogen- oder Leichenkonsumenten widerrechtlich die günstigeren Krankenversicherungstarife erschleichen wollen, indem sie über ihr wahres Konsumverhalten falsche Angaben machen, dann planen die Versicherer als Gegenmaßnahm Bluttests vor der Aufnahme. (Quelle: "Für Vegetarier wird die Versicherung billiger", Stuttgarter Zeitung, 19. 09. 2006) Friday, September 1. 2006Vegetarier sind Mörder![]() Ausriß aus dem Musikmagazin "Zillo": Vegetarier sind Mörder Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr ungedacht gemacht werden - und so verbreitet sich diese Erkenntnis immer weiter. Kürzlich etwa in einem Artikel über vegane Gothics in einem Musikmagazin: "Vegetarier sind Mörder [...] Im Gegensatz zu Fleischfressern verstecken sie sich nicht einmal hinter selbstverordneter Ignoranz oder kindlichen Dummheit. Sie befriedigen ihr Gewissen durch den Verzicht auf Fleisch, konsumieren aber weiterhin Produkte wie Leder, Wolle, Milch und Käse, die ebenfalls auf den Tod der zur Gewinnung ausgenutzen Tiere hinauslaufen [...] Veganismus bedeutet Widerstand!" Die falsche Dichotomie, bei der die Nichtvegetarier auf der einen und die Vegetarier und Veganer gemeinsam auf der anderen Seite stehen und an einem Strang ziehen, bröckelt. Die Tatsache, daß Vegetarier auf der falschen Seite stehen, auf der der Tierausbeuter nämlich, derjenigen, die Tiere gefangenhalten, mißhandeln und umbringen, läßt sich immer weniger unter den blutbesudelten Eßtisch kehren. Sunday, August 13. 2006Nur Veganer leben ethisch korrektTierausbeutung ist zudem mit massiver Ressourcenvergeudung verbunden (Foto: tierrechtsbilder.de) "Fleisch, obwohl einer der Berater der Ansicht war, dass man nur als Veganer wirklich ethisch leben könnte." Doch mit seiner Antwort gesteht er ein, daß es lediglich an seinem Willen, ethisch korrekt zu leben, mangelt. Wobei die ethische Korrektheit in diesem Kontext ausschließlich auf ökologische Aspekte beschränkt ist - Veganer leben nuneinmal automatisch wesentlich ressourcenschonender als Unveganer -, während die weit schwerer wiegenden tierrechtsethischen Aspekte völlig ausgeklammert bleiben. Thursday, August 10. 2006Lopino bald in aller Munde?
Ja, und das gleich im doppelten Sinn - so kam vor einigen Wochen im Fernsehen ein Bericht über Lopino, den Anbau der Lupine, die Produktion von Lopino und wo Lupinenprodukte überall Verwendung finden, so z.B. längst nicht mehr nur in "Nutztierfutter" (ist eben ein super Eiweißlieferant), sondern für die menschliche Ernährung direkt: als Lupinenquarkmasse (Lopino) oder Mehl in Backwaren, die dadurch besonders aufgewertet werden sollen. Im Bericht war gar vom "Tofu des Nordens" die Rede.
Wenig später entdeckte ich erst in einem Alnatura-Supermarkt (Bio-Supermarkt) und tags drauf in einem Tegut ("normaler" Supermarkt) Lopino im Kühlregal zwischen Tofu und Co. Bis dato konnte man Lopino nur vereinzelt in Reformhäusern oder Bioläden finden, in "meinem" Reformhaus mußte ich ihn sogar bestellen lassen... Doch durch Fernsehen und größere Verbreitung werden die Leute nun mit einer weiteren leckeren veganen Eiweißquelle bekannt gemacht, was die Zahl derer, die der Meinung sind, als Veganer könne man "ja nichts mehr essen" oder zumindest werde man mit Sicherheit "Eiweißmangel bekommen", wieder etwas reduzieren dürfte.
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